Rohstoffe 2026: Was jetzt teurer wird
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Die VdB Österreich lud am 2. September zum traditionellen Erntegespräch in die BÄKO nach Linz. Die Getreideernte 2026, das PPWR-Regelwerk sowie die Preisentwicklung wichtiger Bäckereirohstoffe standen auf dem Programm.
Zum Auftakt gab DI Ernst Gauhs einen Überblick über die Getreideernte 2026. Der Experte beleuchtete die Ernte- und Preissituation. Weltweit ist heuer mit einer geringeren Ernte zu rechnen, bei Weizen um knapp drei Prozent (Stand: August). Gauhs sieht den Weltmarkt dennoch gut versorgt, auch wenn der Bedarf steigt und wir global betrachtet weiterhin von den Reserven leben.
Im Inland ist beim Weizen im Vergleich zu 2025 ein Rückgang von mehr als 20 % zu verzeichnen, der allerdings in der Qualität den guten Weizen des Vorjahres noch einmal übertrifft. Trotz der witterungsbedingten Ertragseinbußen stehen ausreichend Mengen für die Branche zur Verfügung.
PPWR in der Backwarenbranche
Über die Verpflichtungen, die auf die Backbranche durch die Packaging and Waste Regulation, kurz PPWR, zukommen, sprach Ing. Michael Krainz von der OFI Technologie & Innovation in Wien. Diese Verordnung schafft unmittelbar geltende und weitgehend einheitliche EU-Regeln für Verpackungen und Verpackungsabfälle. Zentrale Ziele der neuen Regelungen sind eine Reduzierung des Verpackungsmülls und die Förderung der Kreislaufwirtschaft.
Die Verordnung ist seit 2025 in Kraft, seit 12. August 2026 werden erste Bestimmungen angewendet. Diese betreffen die Grundanforderungen an Verpackungen und die Produkt-Compliance-Regeln wie Herstellerkennzeichnung, Konformitätserklärung und technische Dokumentation, Stoffbeschränkungen und Pflichten – welche tatsächlich gelten, hängt davon ab, welche rechtliche Rolle ein Unternehmen bei der jeweiligen Verpackung einnimmt. Die PPWR wird schrittweise wirksam. Einige Vorgaben gelten bereits, weitere folgen in den kommenden Jahren. Die aktuell wichtigste Aufgabe besteht deshalb darin, die verwendeten Verpackungen zu erfassen und die eigene rechtliche Rolle zu klären.
Entwicklung der Rohstoffpreise
Einkaufsleiterin Claudia Koller von der BÄKO Österreich gab einen Überblick über den Rohstoffmarkt und die erwarteten Preise. Weltweite Wetterkapriolen sowie geopolitische Einflüsse stellen große Herausforderungen für den Markt dar. Aktuell zeigt die Preistendenz bei Kürbiskernen, Mohn und Mandeln nach oben. Für Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Walnüsse und Leinsaat erwartet die Expertin ein Nachgeben der Preise.







