AMA-Flächenauswertung 2026: Weniger Zuckerrüben, mehr Mais und Ölsaaten
Die aktuelle Flächenauswertung der AMA-Mehrfachanträge bestätigt den Trend, der sich bereits im Frühjahr abgezeichnet hat. Vor allem der Anbau von Zuckerrüben geht in Österreich weiter deutlich zurück. Gleichzeitig setzen viele Betriebe verstärkt auf Körnermais und Sonnenblumen, während sich bei den wichtigsten Getreidearten die Entwicklungen der ersten Erhebung weitgehend bestätigen.
Zuckerrüben verlieren weiter an Bedeutung
Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den Zuckerrüben aus. Mit Stand 16. Juli 2026 werden österreichweit nur noch 20.900 Hektar bewirtschaftet. Im Vorjahr waren es noch 25.019 Hektar, zwei Jahre zuvor sogar 43.432 Hektar. Als wesentliche Ursache gilt der bereits erwartete, schädlingsbedingte Flächenrückgang, der den Anbau weiterhin erheblich unter Druck setzt.
Mais setzt Wachstum fort
Im Gegensatz dazu wächst die Körnermaisfläche weiter. Sie erreicht heuer 206.638 Hektar und liegt damit um 4.271 Hektar über dem Vorjahreswert. Bereits zwischen 2024 und 2025 war die Anbaufläche um mehr als 13.000 Hektar ausgeweitet worden. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort.
Sonnenblumen profitieren von steigender Nachfrage
Auch bei den Ölsaaten zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. Die Sonnenblumenfläche wächst gegenüber dem Vorjahr um weitere 5.545 Hektar und übertrifft damit sogar die Zunahme, die bereits in der ersten Flächenauswertung im April festgestellt worden war.
Getreideentwicklung bestätigt Frühjahrstrend
Bei den Getreidekulturen ergeben sich gegenüber der ersten Veröffentlichung kaum Veränderungen. Weichweizen bleibt rückläufig, während Wintergerste weiter an Fläche gewinnt. Auch der Bio-Roggenanbau wird auf einer größeren Fläche betrieben als im Vorjahr. Damit bestätigen die aktuellen Zahlen die bereits im Frühjahr erkennbaren Entwicklungen im österreichischen Ackerbau.

