Vom 11. bis 14. Mai 2026 wird Mailand erneut zum globalen Treffpunkt der Lebensmittelbranche. Die internationale Fachmesse TUTTO FOOD 2026 gilt mit zuletzt rund 95.000 Besuchern, darunter 3.000 internationale Einkäufer und 7.000 Vertreter großer Handelsketten sowie Gastronomiezulieferer, als eine der zentralen Plattformen für den internationalen Lebensmittelhandel. Für Österreich markiert die kommende Ausgabe eine Premiere: Erstmals organisiert die Außenwirtschaft Austria einen eigenen Österreich-Pavillon.

Österreich-Pavillon als strategisches Exportinstrument

Der gemeinsame Auftritt erfolgt im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich. Ziel ist es, heimischen Lebensmittelproduzenten eine strukturierte und sichtbare Marktbearbeitung im internationalen Umfeld zu ermöglichen.

Mit dem Österreich-Pavillon entsteht eine gebündelte Präsenz, die über Einzelauftritte hinausgeht. Für exportorientierte Betriebe eröffnet sich damit ein klarer Vorteil: höhere Wahrnehmung, stärkere Markenpositionierung und direkter Zugang zu internationalen Einkäufern. Gerade im wettbewerbsintensiven Umfeld der italienischen und globalen Lebensmittelmärkte ist diese kollektive Sichtbarkeit ein entscheidender Faktor.

Starke österreichische Teilnehmer in Mailand

Im Österreich-Pavillon präsentieren sich mehrere namhafte Unternehmen und Institutionen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftskammer Österreich sind unter anderem Marcher Fleischwerke, das Gewürzhaus Wiberg und Resch&Frisch mit dem Bereich Gebäck vertreten. Diese Mischung aus Fleischverarbeitung, Gewürzkompetenz und Backwaren zeigt die Breite des österreichischen Lebensmittelhandwerks und der Industrie. Gleichzeitig wird deutlich, dass Österreich seine Stärken gezielt in Segmenten ausspielt, die international gefragt sind: Qualität, Spezialisierung und handwerkliche Herkunft.

Resch&Frisch Gebäck: Backkompetenz im internationalen Fokus

Mit Resch&Frisch Gebäck ist auch ein etablierter Vertreter der österreichischen Backwarenbranche in Mailand präsent. Das Unternehmen steht seit Jahren für die Verbindung von traditionellem Bäckerhandwerk und industrieller Fertigung auf hohem Qualitätsniveau. Gerade im Export bietet dieses Modell klare Vorteile: standardisierte Produktqualität, flexible Logistiklösungen und ein Sortiment, das auf unterschiedliche Märkte adaptierbar ist.
Auf der TUTTO FOOD wird Resch&Frisch Gebäck damit nicht nur als Produzent auftreten, sondern als Beispiel für die Internationalisierungsfähigkeit moderner österreichischer Bäckereibetriebe. Tiefgekühlte Backwaren und fertiggebackene Produkte gewinnen im internationalen Handel weiter an Bedeutung – insbesondere im Gastronomie- und Convenience-Bereich.

Trends der Messe: Von Functional Food bis Slow Food

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Messe spiegeln die aktuellen Entwicklungen der Branche wider. Neben klassischen Segmenten wie Nahrungsmitteln und Getränken stehen insbesondere innovative Ernährungskonzepte im Fokus. Dazu zählen Functional Food, pflanzenbasierte Produkte, Bio-Sortimente sowie „Free from“-Kategorien.

Gleichzeitig bleibt der Trend zu Regionalität und handwerklicher Produktion präsent, etwa im Bereich Slow Food. Diese Kombination aus Innovation und Herkunft bietet gerade für österreichische Betriebe eine starke Ausgangsposition.

Mailand als Drehscheibe für neue Märkte

Mit der erstmaligen Teilnahme am Österreich-Pavillon setzt die Außenwirtschaft Austria ein klares Signal: Die internationale Vernetzung des Lebensmittelhandwerks wird weiter intensiviert. Für österreichische Unternehmen eröffnet sich in Mailand nicht nur der Zugang zum italienischen Markt, sondern zu einem globalen Netzwerk an Einkäufern, Distributoren und Partnern.

Die TUTTO FOOD 2026 wird damit auch aus österreichischer Sicht zu einer Standortbestimmung. Wer hier präsent ist, positioniert sich nicht nur als Anbieter, sondern als aktiver Teil eines zunehmend international vernetzten Lebensmittelmarktes.