Nach dem Ende der Zuckerproduktion in Leopoldsdorf ist die Zukunft eines Großteils des Werksgeländes gesichert: AGRANA hat rund 50 Hektar des ehemaligen Zuckerfabrik-Areals an die PCS Holding des Schweizer Unternehmers Peter Spuhler verkauft. Der Standort soll als Industrieareal weiterentwickelt werden, während AGRANA Leopoldsdorf weiterhin als Zucker-Logistikhub nutzt.

Industriestandort mit Perspektive

Ein Teil des Geländes ist bereits an den Schienenfahrzeughersteller Stadler verpachtet. Seit März 2026 betreibt das Unternehmen dort eine Werkhalle für die Inbetriebsetzung, Zulassung und Wartung moderner Schienenfahrzeuge. Unter anderem werden an diesem Standort Hochgeschwindigkeitszüge der Westbahn serviciert und Doppelstockzüge für die ÖBB auf Typentests vorbereitet.

AGRANA setzt auf langfristige Entwicklung

AGRANA-CEO Stephan Büttner bezeichnete den Verkauf als wichtigen Schritt für die Zukunft des Standorts. Neben der wirtschaftlichen Nutzung seien vor allem die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten und die strategisch günstige Lage mit direktem Bahnanschluss entscheidend gewesen. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Hameseder betonte die Bedeutung einer nachhaltigen Lösung für die Region.

Investition stärkt das Marchfeld

PCS Holding-Eigentümer Peter Spuhler sieht im Standort großes Potenzial für weitere Investitionen. Die zentrale Lage, die bestehende Infrastruktur und die Anbindung an das Bahnnetz seien ideale Voraussetzungen für eine langfristige industrielle Nutzung. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach von einem wichtigen Signal für das Marchfeld, das neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in die Region bringen soll.