In den letzten Wochen konnte ich mich in der Meisterschule in Wels persönlich davon überzeugen, wie viele junge, engagierte Lebensmittelhandwerker wir in Österreich haben. Die neuen Meister:innen der Berufe Bäcker, Konditoren und Müller, die vor Kurzem ihren Abschluss gemacht haben, sind auf höchstem Niveau ausgebildet, fachlich wie auch in unternehmerischen Belangen. Gleichlautende Meldungen höre ich auch von Kollegen aus anderen Bundesländern.

Die Meisterprüfung ist weit mehr als ein formaler Abschluss. Sie ist das Fundament für Selbstständigkeit, für Betriebsübernahmen, aber auch für Karrieren in größeren Unternehmen. Ich freue mich, dass so viele junge Menschen diesen Weg einschlagen und damit unser Handwerk weitertragen und voranbringen wollen.

Ein wichtiger Schritt, um die backenden Branchen zukunftsfit zu machen, ist Aus- und Weiterbildung auf hohem Niveau mit zeitgemäßen, einheitlichen Lehrplänen. Wir haben beispielsweise die Meisterprüfungsordnung für Konditoren unter Mitwirkung von Experten, der Bundesinnung und allen Landesinnungen schon vor mehr als fünf Jahren überarbeitet. Bei den Bäckern und Müllern gelten neue Meisterprüfungsordnungen seit 1. Juli 2025.

Die Meisterprüfung ist im Nationalen Qualifikationsrahmen auf Level 6 zugeordnet. Dieses Niveau entspricht international dem eines Bachelorabschlusses und bescheinigt Absolvent:innen offiziell ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und Managementwissen. Man kann sich den Meistertitel auch in Dokumente eintragen lassen und damit seine Professionalität zusätzlich unterstreichen.

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