Bis 15. Juli 2026 können sich zertifizierte AMA GENUSS REGION Betriebe für den neu geschaffenen Zukunftsaward bewerben. Die Auszeichnung, mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union gefördert, wird am 4. November 2026 im Wiener MuseumsQuartier im Rahmen eines neu konzipierten Innovations-Austauschformats erstmals verliehen – ausschließlich an Mitgliedsbetriebe der Initiative.

Damit reagiert die AMA-Marketing auf einen Trend, der sich branchenübergreifend zeigt: Betriebe, die mit nachvollziehbarer Herkunft, geprüfter Qualität und innovativen Konzepten arbeiten, sollen stärker sichtbar gemacht werden. Bewerben können sich Betriebe aus drei Kategorien: Direktvermarktung, Gastronomie und Manufaktur – für Bäckereien und Konditoreien ist Letztere die naheliegende Einreichkategorie.

Warum Leaf-to-Root für Manufakturen relevant ist

Das Bewertungsraster des Zukunftsaward zielt explizit auf Konzepte der ganzheitlichen Verwertung ab. Während in der Fleischverarbeitung das Prinzip Nose-to-Tail gilt, überträgt „Leaf-to-Root“ denselben Gedanken auf pflanzliche Rohstoffe – etwa die möglichst vollständige Verwertung von Getreide, Obers, Erdäpfeln oder Kräutern in Backwaren und Konditorware. Betriebe, die Reste konsequent weiterverarbeiten, Verpackung reduzieren oder auf kurze Transportwege bei regionalen Zutaten setzen, treffen damit genau den Kern der Ausschreibung.

„Der Tag der nachhaltigen Gastronomie macht deutlich, wie breit gastronomische Konzepte heute gedacht werden können“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Das Gütesiegel stehe für geprüfte Qualität und klare Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette – ein Anspruch, der sich unmittelbar auf handwerkliche Manufakturbetriebe übertragen lässt.

Sieben Bewertungskriterien entscheiden über die Auswahl

Die Bewerbung erfolgt online und verlangt Betrieben eine detaillierte Selbstauskunft ab. Bewertet werden unter anderem WOW-Effekt und Geschmack, Innovationsgrad, Nutzen für die Zielgruppe, Wirtschaftlichkeit und Zukunftspotenzial für die kommenden zwei bis fünf Jahre, ökologische Effekte, Regionalität der Rohstoffe sowie Kooperationen mit anderen Betrieben aus der Region. Ergänzend können Foto- und Videomaterial hochgeladen werden.

Wer zu den ersten 30 vollständig eingereichten Bewerbungen zählt, erhält unabhängig vom Ausgang ein professionelles Foto-Shooting am eigenen Betrieb – ein Anreiz, mit der Bewerbung nicht bis zum letzten Tag zu warten.

Beratung im Wert von 5.000 Euro als Hauptgewinn

Die Gewinnerinnen und Gewinner jeder Kategorie erhalten eine individuelle Betriebsberatung zur Weiterentwicklung der Zukunftskompetenz im Wert von 5.000 Euro, ein professionelles Kommunikationspaket mit Kurzvideo und Pressefotos sowie Aufmerksamkeit im Rahmen der Preisverleihung. Die Verwertung personenbezogener Daten erfolgt im Zuge der Förderabwicklung gegenüber dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie im Rahmen einer zehnjährigen Aufbewahrungspflicht durch die NWK-Kulinarik GmbH.

Für Betriebe, die noch nicht als AMA GENUSS REGION zertifiziert sind, bleibt die Teilnahme an diesem ersten Durchgang verschlossen – der Award ist bewusst als Bindungsinstrument für bestehende Mitglieder konzipiert, nicht als offener Wettbewerb.

Anmeldung für den AMA GENUSS REGION Zukunftsaward 2026