Am 16. Oktober stand der Welttag des Brotes in Österreich heuer ganz im Zeichen der nächsten Generation. Die Mühlen- und Bäckerwirtschaft, der Verein Getreidewirtschaftliche Marktforschung (VGM) und die Lebensmittelakademie des Österreichischen Gewerbes machen mit einer gemeinsamen Initiative darauf aufmerksam, wie Brotwissen praxisnah in Schulen vermittelt werden kann.
Unter dem Motto „Ein Betrieb – eine Schule – ein Sensorik-Workshop“ können Betriebe aus der Mühlen- und Bäckerwirtschaft sowie weitere Partner entlang der Wertschöpfungskette eine Bildungspartnerschaft übernehmen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie aus Getreide Mehl und schließlich Brot und Gebäck entstehen und woran sich Lebensmittelqualität erkennen lässt.

Sensorik beginnt mit bewusstem Wahrnehmen: In den Workshops lernen Kinder und Jugendliche, Brot mit allen Sinnen zu erleben und Qualitätsunterschiede zu erkennen. © Unsplash / Maria Kovalets
Sensorik beginnt mit bewusstem Wahrnehmen: In den Workshops lernen Kinder und Jugendliche, Brot mit allen Sinnen zu erleben und Qualitätsunterschiede zu erkennen. © Unsplash / Maria Kovalets

Lebensmittel mit allen Sinnen erleben

In den Sensorik-Workshops beschäftigen sich Schulklassen praxisnah mit Getreide, Brot, Ernährung und Lebensmittelwertschätzung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Lebensmittel bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen, Qualitätsunterschiede zu erkennen und den Weg vom Korn über die Mühle bis in die Backstube nachzuvollziehen.
Durchgeführt werden die Workshops von DI Katja Maier, BEd., von der Lebensmittelakademie des Österreichischen Gewerbes. Je nach Altersgruppe und Ausgestaltung dauern sie rund zwei bis drei Stunden und sind für Klassen mit bis zu 25 Kindern konzipiert. Nach vorheriger Abstimmung kann auch ein Vertreter des unterstützenden Unternehmens teilnehmen und Einblicke in die betriebliche Praxis geben.

800 Euro für eine Bildungspartnerschaft

Die Kosten für einen Sensorik-Workshop liegen bei rund 800 Euro pro Klasse. Mit einer Bildungspartnerschaft können Unternehmen einer Schule in ihrer Region die Teilnahme ermöglichen und damit Ernährungsbildung, Lebensmittelwissen und den direkten Austausch mit regionalen Betrieben unterstützen.
Lisa Dyk, Obfrau des Vereins Getreidewirtschaftliche Marktforschung, verbindet damit auch einen konkreten Bildungsauftrag: Wer Lebensmittel versteht und Brot bewusst erlebt, entwickelt eher Wertschätzung für Qualität und regionale Produktion.

Kontakt und weitere Informationen

Interessierte Betriebe und Organisationen können sich bei der Lebensmittelakademie des Österreichischen Gewerbes über die Möglichkeiten einer Bildungspartnerschaft informieren. Kontakt: info@lmakademie.at, Tel. +43 677 637 453 44.
Der Infoflyer zur Initiative kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen zur Initiative bietet außerdem der Verein Getreidewirtschaftliche Marktforschung unter brotistgesund.at.

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Brotwissen als Investition in die Zukunft

Der Welttag des Brotes 2026 wurde damit zum Ausgangspunkt für eine Initiative, die über den Aktionstag hinausreichen soll. Betriebe können Kindern einen unmittelbaren Zugang zu Getreide, Mehl, Brot und Handwerk ermöglichen und zugleich zeigen, welche Arbeit und welches Wissen hinter einem alltäglichen Lebensmittel stecken.

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