Die Bäckerei Geier zählt 2026 zu den Top 1 % der Arbeitgeber in Österreich. Das Weinviertler Familienunternehmen wurde im Rahmen der Metastudie „Leading Employers Österreich 2026“ ausgezeichnet. Für einen handwerklich geprägten Betrieb mit rund 500 Mitarbeitern ist die Platzierung nicht nur ein Imagefaktor, sondern auch ein starkes Signal in einem Arbeitsmarkt, in dem qualifizierte Fachkräfte für Bäckereien zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Grundlage der Auszeichnung ist eine Untersuchung des Institute of Research & Data Aggregation. Nach Angaben des Instituts fließen mehr als 500 öffentlich zugängliche Quellen sowie Millionen von Datenpunkten in die Bewertung ein. Unternehmen können sich weder für die Auszeichnung bewerben noch Einfluss auf das Ergebnis nehmen.

Rund 500 Mitarbeiter prägen den Betrieb

Bei Geier wird die Auszeichnung vor allem den Beschäftigten zugeschrieben. Rund 500 Mitarbeiter arbeiten in Backstube, Verwaltung, Bäckereifachgeschäften und Kaffeehäusern. „Dass Geier zu den Top 1 % der Arbeitgebenden in Österreich zählt, macht uns sehr stolz. Diese Auszeichnung gehört in erster Linie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagt Geschäftsführerin Erika Geier. Ihr Einsatz, ihr Können und ihre Verbundenheit würden das Familienunternehmen täglich prägen. Das Unternehmen wird heute in vierter Generation geführt. Erika und Gerald Geier setzen dabei nach eigenen Angaben auf Loyalität, Ehrlichkeit, Handschlagqualität und langfristige Entwicklung statt auf kurzfristige Personalmaßnahmen.

Ausbildung und Onboarding im Fokus

Neben Unternehmenskultur und Zusammenarbeit arbeitet Geier auch an den organisatorischen Rahmenbedingungen. Dazu zählen strukturierte Aus- und Weiterbildung, Verbesserungen beim Onboarding sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Gerade für Bäckereien gewinnt dieser Bereich an Bedeutung. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter betrifft längst nicht mehr nur die Backstube. Auch Verkauf, Gastronomie, Logistik und Verwaltung müssen als attraktive Arbeitsbereiche positioniert werden. Bäckermeister und Geschäftsführer Gerald Geier sieht die Auszeichnung deshalb eher als Bestätigung denn als Endpunkt: „Ein guter Arbeitsplatz entsteht nicht durch ein Zertifikat, sondern dadurch, dass wir zuhören, Verbesserungspotenziale erkennen und gemeinsam daran arbeiten.“

Familienbetrieb seit 1902

Die Bäckerei Geier wurde 1902 gegründet und wird heute von Erika und Gerald Geier in vierter Generation geführt. Der Betrieb setzt auf traditionelles Bäckerhandwerk, Regionalität und natürliche Rohstoffe. Rund 80 % der verwendeten Zutaten stammen laut Unternehmen aus einem Umkreis von höchstens 50 Kilometern rund um die Handwerksbackstube. Mit der Auszeichnung als „Leading Employer Österreich 2026“ verbindet Geier nun auch die Arbeitgeberpositionierung stärker mit der eigenen Familienunternehmens-Tradition. Für das Bäckerhandwerk ist das durchaus relevant: Wo Fachwissen, Erfahrung und Kundenkontakt zentrale Bestandteile der Qualität sind, wird die Frage nach guten Arbeitsbedingungen immer stärker zur unternehmerischen Kernaufgabe.