Brot erleben statt nur essen
Wie entsteht Brot, warum riecht es so unterschiedlich und was steckt eigentlich alles in einem Laib? Mit dem Projekt „Sensorik in Schulen – reden wir über Brot“ bringt die Lebensmittelakademie Volksschulkindern die Welt von Getreide und Brot näher.
Vor drei Jahren wurde von der Lebensmittelakademie gemeinsam mit der Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe sowie dem Verein „Getreidewirtschaftliche Marktforschung“ das Projekt „Sensorik in Schulen – reden wir über Brot“ ins Leben gerufen. Im April besuchte Katja Maier, Geschäftsführerin der Lebensmittelakademie, Volksschulklassen in Salzburg und Vorarlberg. Die Workshops begeisterten Kinder und Lehrkräfte gleichermaßen.
Ziel des Projekts ist es, Volksschulkindern die Bedeutung von Brot und Getreide näherzubringen und ein nachhaltiges Bewusstsein für Ernährung und Lebensmittel zu schaffen. Gestartet wurde die Initiative zunächst in Wien. Nun fanden erstmals Workshops in der Volksschule Mülln in Salzburg sowie in der Volksschule Wallenmahd in Dornbirn statt.
Im Rahmen der interaktiven Sensorik-Workshops lernen die Kinder spielerisch und mit allen Sinnen die Welt des Brotes kennen. Die dreistündigen Einheiten vermitteln praxisnah Wissen über Getreide, Brotherstellung, Inhaltsstoffe und die Vielfalt der Brotsorten.
Im Mittelpunkt stehen zahlreiche praktische Elemente: Die Kinder riechen, fühlen, sehen, hören und schmecken unterschiedliche Brotsorten und entdecken dabei die Unterschiede zwischen Vollkorn- und Weißmehlprodukten. Themen wie Sauerteig, Brotgewürze, das Mundgefühl beim Kauen oder die wertvollen Zutaten eines Brotes werden altersgerecht und anschaulich vermittelt.

Wie gut das schmeckt und riecht
Besonderer Fokus liegt auf der Bewusstseinsbildung rund um Ernährung und Lebensmittelwertschätzung. Durch das gemeinsame Erleben und Verkosten entwickeln die Kinder Verständnis für die Herstellung und Qualität von Brot.
„Es ist wunderbar zu sehen, wenn Kinder plötzlich ein Gespür dafür bekommen, wie viel hinter einem normalen Brot steckt“, berichtet Katja Maier. „Wenn sie die Augen schließen, um den Geschmack bewusst wahrzunehmen, das Brot fühlen, riechen und die unterschiedlichen Aromen und Texturen entdecken, dann ist das immer ein ganz besonderer Moment. Und wenn sie am Ende sagen, dass sie nun wissen, wie Brot wirklich schmeckt und dabei viel Neues gelernt haben, dann kann man sich kein besseres Feedback wünschen.“
Weitere Workshops in Salzburg
Die ersten Workshops in Salzburg wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Kinder hatten sichtbar Freude daran, Getreide und Brot neu zu entdecken und selbst aktiv zu erleben. Auch die Pädagoginnen der Volksschule Mülln zeigten sich äußerst positiv überrascht und wünschten sich bereits weitere Workshops für die nächsten Schulstufen.
Die Salzburger Landesinnung reagierte rasch: Bereits Anfang Juni fand der nächste Termin in der Volksschule Mülln statt. Diesmal nahm auch Peter Pföß, Innungsmeister der Salzburger Bäcker, am Workshop teil und konnte sich persönlich von der Begeisterung der Kinder überzeugen.
Da es den Salzburger Bäckern ein großes Anliegen ist, derartige Initiativen zu fördern, unterstützt die Salzburger Landesinnung das Projekt. Dadurch können die Workshops für die teilnehmenden Schulen kostenlos angeboten werden.
Begeisterung, die Schule macht
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig praxisnahe Ernährungsbildung bereits im Volksschulalter ist und wie viel Begeisterung Brot und Getreide bei Kindern auslösen können, wenn Lernen mit allen Sinnen erfolgt. Im Juni stehen weitere Workshops auf dem Programm. Katja Maier wird erneut Schulen in Salzburg und Wien besuchen und den Kindern die faszinierende Welt von Brot und Getreide näherbringen.

