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Getreidemärkte unter Druck: Weizen schwächer, Raps setzt Erholung fort

Nach dem kurzen Anstieg der Vorwoche geraten die Weizennotierungen erneut unter Druck. Raps zeigt sich dagegen weiter befestigt, auch Mais folgt dem schwächeren Weizenmarkt.

Weizen: Preisdruck durch globale Überversorgung

Die Weizennotierung an der Euronext Paris, der europäischen Leitbörse für Getreide, gab am Mittwoch, 15. Jänner 2026, um 2,75 EUR je Tonne gegenüber der Vorwoche nach. Nachdem der Kurs zuvor auf 191,50 EUR je Tonne gestiegen war, setzten sich erneut preisbelastende Faktoren durch.

Hauptursachen bleiben die weltweit sehr hohe Weizenernte und eine insgesamt verhaltene Nachfrage. Zusätzlich wirken schwächere US-Weizenexporte belastend auf die internationale Preisentwicklung. Produktionszuwächse in Argentinien verstärken den Angebotsdruck weiter, da das Land im laufenden Getreidewirtschaftsjahr 2025/2026 einen wesentlichen Beitrag zum globalen Mehrangebot leistet.

Mais: Argentinische Trockenheit mit begrenztem Markteinfluss

Neue Bestandsschätzungen für Mais aus Argentinien hatten zuletzt nur geringen Einfluss auf das Marktgeschehen. Die anhaltende Trockenheit in mehreren Regionen veranlasste die Buenos Aires Grains Exchange zwar zu deutlichen Korrekturen nach unten, insgesamt überwog jedoch die Orientierung am schwächeren Weizenmarkt.

Entsprechend notierte Mais in Paris mit 188,75 EUR je Tonne um 1 EUR unter dem Vorwochenniveau.

Raps: Zweite Woche in Folge im Plus

Stabiler präsentierte sich erneut der Rapsmarkt. Die Pariser Rapspreise legten die zweite Woche in Folge zu und erreichten am 15. Jänner 2026 ein Niveau von 470,25 EUR je Tonne. Damit setzte sich die Erholung vom 12-Monatstief bei rund 450 EUR je Tonne fort, das kurz vor Weihnachten 2025 markiert worden war.

Wien: Unterschiedliche Entwicklungen bei Brot- und Futtergetreide

An der Produktenbörse Wien setzte sich der Preisrückgang bei Qualitätsweizen fort, ausgehend von dem ohnehin niedrigen Niveau der letzten Notierung aus dem Jahr 2025. Mahlroggen konnte hingegen sein vergleichsweise hohes Preisniveau behaupten. Für Futtermais kam es mangels Abschlüssen zu keiner neuen Notierung.

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