Rund 100 Gäste folgten der Einladung zu einem stimmungsvollen Abend, der regionale Kulinarik mit gelebter Solidarität verband – zugunsten der Kolpingwohnhäuser in Waidhofen an der Thaya. Seit 27 Jahren unterstützt die Bäckerei Kasses – aus einem prägenden familiären Erlebnis heraus – die Kolpinghäuser tagtäglich mit kostenlosem Brot und Gebäck. Eine Geste, die längst zur festen sozialen Verantwortung des Unternehmens geworden ist. Initiiert von Erich Kasses, führen heute seine Töchter Laura und Lena dieses Engagement mit Herzblut fort.
Spielerisch Gutes tun
Im stimmungsvollen und authentischen Ambiente eines echten Getreidefelds erlebten die Gäste Verkostungen rund um Brot, Bier, Käse und Wildspezialitäten – ein Fest der regionalen Vielfalt. Bei Versteigerungen, Schätzspielen und musikalischen Einlagen – unter anderem von den Gastgebern selbst – wurde nicht nur gefeiert, sondern auch gesammelt: Der Erlös kommt der Anschaffung einer dringend benötigten Rollstuhlwaage für die Kolpingwohnhäuser zugute.
Charmant und unterhaltsam führte Moderator Wolfgang Ramharter durch den Abend. Für die musikalische Begleitung sorgte Marlene Zimmerl und verlieh dem natürlichen Bühnenbild im Kornfeld eine besonders atmosphärische Note. Dr. Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, sprach die feierlichen Eröffnungsworte, und Pfarrer Mag. Thomas Skrianz übernahm den Segen. Zu den weiteren Ehrengästen zählten Bezirkshauptfrau Mag. Manuela Herzog, die Präsidentin des Kolpingheims Mag. Christine Leopold sowie Mag. Albert Pribyl.
Großzügige Sponsoren
Besonderer Dank gilt den vielen Unterstützern, die zum Erfolg des Abends beitrugen – etwa Zwettler Bier, Die Käsemacher, Schloss Litschau, Steiner Dach, Expert Hörmann, Autohaus Hörmann, Krenn, Billa, Farben Müllner, Staud’s und Reissmüller. Die Veranstaltung war ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie Handwerk, Lebensmittel und Menschlichkeit mit- einander verwoben sind – ganz im Sinne des Mottos: „Wo das Korn wächst, entsteht mehr als nur Brot – es entsteht Gemeinschaft.“

© Matthias Ledwinka
Viel Zeit, wenig und gute Zutaten und viel Leidenschaft
Die Bäckerei Kasses feiert heuer ihr 100-Jahr-Jubiläum. 1925 gründete Leopold Kasses im kleinen Waldviertler Ort Thaya im Thayatal eine Schwarz-Weiß-Bäckerei. Unterstützt von einem Lehrling, belieferte er mit einem Leiterwagen, gezogen von einem Arbeitshund, die Kunden der Region. Er fuhr „ins Gai“, wie die Menschen damals sagten. Seinem Enkel Erich Kasses gelang es, den Bäckerbetrieb weit über die Region hinaus bekannt zu machen.
Als erster geprüfter österreichischer „Slow Baker“ hat sich Erich Kasses der behutsamen und nachhal- tigen Entwicklung ausgewiesener Qualitätsprodukte verschrieben. Kasses-Brot findet sich sowohl auf den Speisekarten der heimischen Spitzengastronomie als auch im Sortiment von Spezialitätenabteilungen.
Mit Jahresbeginn 2021 übernahm die vierte Generation, die Bäckermeisterinnen Lena und Laura, die Führung. Mit der jungen Generation am Ruder wurden natürlich ein paar innovative Wege eingeschlagen, doch die Werte, denen schon der Urgroßvater folgte, bleiben: viel Zeit, wenig und gute Zutaten – und viel Leidenschaft.




