Vom Kosovo über Kroatien und Graz bis ins Weinviertel: Nikoll Demaj hat sich mit handwerklichem Können, unternehmerischem Einsatz und viel Durchhaltevermögen eine Zukunft in Österreich aufgebaut. Seit 2018 führt er die traditionsreiche Bäckerei Schneider in Sitzendorf an der Schmida und beschäftigt heute 13 Mitarbeiter.
Seit mehr als sieben Jahrzehnten gehört die Bäckerei Schneider zum Ortsbild von Sitzendorf an der Schmida im Bezirk Hollabrunn. Der Betrieb wurde in den 1950er-Jahren gegründet und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der regionalen Nahversorgung.
Tradition erfolgreich weitergeführt
Mit der Übernahme durch Nikoll Demaj im Jahr 2018 wurde die Geschichte des Unternehmens fortgeschrieben. Der Bäckermeister führt den Betrieb gemeinsam mit seiner Familie und setzt dabei auf handwerkliche Qualität, persönliche Kundennähe und eine starke regionale Verankerung.
Heute arbeiten insgesamt 13 Mitarbeiter im Unternehmen. Auch Demajs Ehefrau sowie zwei seiner Söhne sind im Familienbetrieb tätig. Damit ist die Bäckerei nicht nur Arbeitgeber in der Region, sondern auch ein Beispiel für generationenübergreifendes Unternehmertum.
Vom Kosovo nach Niederösterreich
Die Wurzeln von Nikoll Demaj liegen im Kosovo. Seine Ausbildung begann er zunächst in Kroatien. Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien führte ihn schließlich nach Österreich, wo er in Graz seine Bäckerlehre abschloss und den Grundstein für seinen weiteren beruflichen Weg legte.
Über die Jahre sammelte Demaj umfassende Erfahrungen im Bäckerhandwerk. Mit der Übernahme der Bäckerei Schneider eröffnete sich die Möglichkeit, einen traditionsreichen Betrieb weiterzuführen und zugleich eigene Akzente zu setzen.
Starke regionale Präsenz
Neben dem Verkauf am Standort spielt die regionale Belieferung eine wichtige Rolle. Drei Mal pro Woche werden die Backwaren mit eigenen Lieferfahrzeugen an Kunden in der Umgebung ausgeliefert. Dadurch bleibt die Bäckerei ein wichtiger Partner für die Versorgung in der Region.
Anerkennung für Engagement
Bei einem Betriebsbesuch informierte sich Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner über die Entwicklung des Unternehmens. Sie würdigte insbesondere den persönlichen Werdegang des Unternehmers sowie dessen Engagement für den Standort Niederösterreich.
„Wer mit Fleiß, Herzblut und dem Willen zur Integration anpackt, kann es in Niederösterreich weit bringen. Das ist eine starke Leistung“, betonte Mikl-Leitner.
Die Bäckerei Schneider ist heute ein fester Bestandteil des Wirtschaftslebens im Weinviertel. Mit handwerklicher Qualität, familiärem Zusammenhalt und einer starken Verwurzelung in der Region setzt der Betrieb seine lange Geschichte erfolgreich fort.
