Die VIVATIS Holding AG hat im Geschäftsjahr 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ein solides Wachstum erzielt. Der Umsatz der Unternehmensgruppe erhöhte sich von 1,35 Milliarden Euro im Jahr 2024 um 83 Millionen Euro auf 1,43 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von rund sechs Prozent.
Die wirtschaftliche Stabilität der Gruppe zeigt sich unter anderem in einer Eigenkapitalquote von über 42 Prozent. Gleichzeitig setzte VIVATIS ihre Investitionsstrategie konsequent fort: Mehr als 40 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 in technologische Entwicklungen, Standorte, Innovationen sowie in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert. Mit einem breit diversifizierten Portfolio, klarer strategischer Ausrichtung und hoher Anpassungsfähigkeit konnte das Unternehmen seine Marktposition weiter stärken. Aktuell beschäftigt die Gruppe 4.116 Mitarbeitende.

Mag. Gerald Hackl: „Wir setzen bewusst auf nachhaltiges und qualitatives Wachstum – sowohl in Österreich als auch international. © Vivatis / Christian Huber
„Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 bestätigt unseren strategischen Kurs. Besonders die starke Performance unserer Tochtergesellschaften zeigt, wie wichtig Investitionen in Technologie, Innovation und Mitarbeiterentwicklung für nachhaltigen Erfolg sind“, erklärt Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der VIVATIS Holding AG.
Enorme Herausforderungen für die Branche
Das Jahr 2025 war für die österreichische Lebensmittelwirtschaft von zahlreichen Belastungsfaktoren geprägt. Ein zentraler Punkt ist die anhaltende öffentliche Kritik an Lebensmittelproduzenten, die häufig als Inflationstreiber dargestellt werden. Tatsächlich lag die Inflation im Herbst bei rund vier Prozent, wobei Lebensmittel lediglich 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte beitrugen.
Zu Beginn des Jahres 2026 sank die Inflation infolge rückläufiger Energiepreise zunächst auf etwa zwei Prozent, stieg jedoch zuletzt wieder auf 3,1 Prozent an. Haupttreiber sind erneut steigende Energiepreise im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen sowie weiterhin hohe Kosten im Dienstleistungssektor.
Zusätzliche regulatorische Maßnahmen belasten die Branche zunehmend. Neue Vorgaben – etwa im Zusammenhang mit Shrinkflation oder steuerlichen Maßnahmen – führen zu steigenden Kosten, ohne eine nachhaltige Entlastung bei Lebensmittelpreisen zu bewirken. Für heimische Produzenten wird es dadurch schwieriger, sich im Wettbewerb mit internationalen Anbietern zu behaupten.
Auch auf operativer Ebene blieb die Situation angespannt. Rohstoff- und Energiepreise entwickelten sich weiter nach oben. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Rindfleisch, dessen Preise im Jahresvergleich um bis zu 60 Prozent gestiegen sind und ein Rekordniveau erreicht haben. Auch Eier und Geflügel verteuerten sich erheblich.
Dennoch gelang es VIVATIS, einen Großteil dieser Belastungen abzufedern und die Auswirkungen auf das operative Geschäft zu begrenzen – auch wenn der Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit weiter zunimmt.
Positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen
In den einzelnen Geschäftsfeldern verzeichnete die Gruppe insgesamt eine erfreuliche Entwicklung.
Die GOURMET Group konnte 2025 in zentralen Segmenten deutlich wachsen. Insbesondere die Bereiche Education und Betriebsverpflegung entwickelten sich dynamisch und sollen auch künftig weiter ausgebaut werden. Auch die Gastronomiebetriebe in Wien, darunter Gerstner, Café Schwarzenberg oder der Rathauskeller, erzielten gemeinsam einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro.
Wojnar’s profitierte vor allem von der steigenden Nachfrage nach ultrafrischen Produkten wie Salatbowls und Sandwiches. Parallel dazu wurden klassische Produktlinien sowie die Segmente Vegan und Bio weiterentwickelt.
Weinbergmaier setzte seinen Wachstumskurs im Tiefkühl- und Conveniencebereich fort, auch international. 2025 produzierte das Unternehmen unter anderem rund 15 Millionen Germknödel, acht Millionen Portionen Kaiserschmarrn und insgesamt 800 Kilometer Strudel.
Karnerta konnte trotz stark gestiegener Rohstoffkosten die Versorgung von über 3.000 Betrieben aus Gastronomie und Hotellerie weiter ausbauen. Besonders dynamisch entwickelte sich der Export von gekühlten Teigwaren mit einer Exportquote von über 50 Prozent.
FW Trading steigerte die Handelsmengen auf mehr als 12.000 Tonnen und setzt dabei konsequent auf Lieferketten aus zertifizierten Tierwohlbetrieben.
Die Maresi Group wuchs insbesondere in den CEE-Märkten stark und erzielte dort rund 110 Millionen Euro Umsatz. Mit einer Mehrheitsbeteiligung in Kroatien sowie weiterem organischem Wachstum soll die internationale Expansion weiter vorangetrieben werden.
Daily Tiefkühllogistik überschritt 2025 erstmals die Marke von 100.000 transportierten Tonnen. Der Standort in Himberg ist bereits zu 80 Prozent ausgelastet und trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung bei.
Die Purea/TKV-Gruppe verarbeitete rund 354.000 Tonnen Schlachtnebenprodukte zu hochwertigen Rohstoffen, unter anderem für die Heimtiernahrungsindustrie. Auch das Startup ECOFLY entwickelt sich planmäßig und wird 2026 ein Produktionsvolumen von über 2.000 Tonnen erreichen.
Internationalisierung als strategischer Schwerpunkt
Ein zentrales Ziel bleibt die internationale Expansion. Insbesondere im Cateringbereich sowie im Tiefkühl- und Convenience-Segment sollen die Aktivitäten in Deutschland und im gesamten DACH-Raum weiter ausgebaut werden. Parallel dazu intensiviert die Maresi-Gruppe ihre Präsenz in Mittel- und Osteuropa.
Langfristig strebt VIVATIS an, den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von derzeit etwas über 20 Prozent auf rund 30 Prozent zu erhöhen.
„Wir setzen bewusst auf nachhaltiges und qualitatives Wachstum – sowohl in Österreich als auch international. Damit stärken wir unsere Widerstandsfähigkeit und bauen unsere Marktposition kontinuierlich aus“, so Gerald Hackl.
Über VIVATIS
Die VIVATIS Holding AG mit Sitz in Linz zählt mit 4.116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von 1,43 Milliarden Euro (2025) zu den größten rein österreichischen Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelbranche.
Zum Portfolio gehören unter anderem Marken und Unternehmen wie Gourmet, Gerstner, Karnerta, FW Trading, Maresi, Inzersdorfer, Himmeltau, Shan’Shi, Toni Kaiser, Bauernland, Wojnar’s, Daily und Purea.
Weitere Informationen unter: www.vivatis.at


