Der Wiener Traditionsbetrieb Bäckerei Szihn zeigt, wie sich Handwerk und moderne Technologien erfolgreich verbinden lassen. Mit Unterstützung des waff wird der Betrieb gezielt weiterentwickelt – mit neuen Produkten, optimierten Abläufen und zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Innovation als Wettbewerbsvorteil

Unter dem Motto „Mit dem waff zur Bäckerei 4.0“ nutzt Szihn die Innovationsförderung, um sich im zunehmend intensiven Wettbewerb neu zu positionieren. Im Fokus stehen neue Sauerteigbrote, Mehlspeisen und Feingebäcke ebenso wie die Weiterentwicklung interner Prozesse. Ziel ist es, nicht nur die Produktqualität zu steigern, sondern auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Gerade im Spannungsfeld zwischen Handwerk, Industrie und Handel wird Effizienz zunehmend zum entscheidenden Faktor.

Digitalisierung hält Einzug ins Handwerk

Ein zentraler Bestandteil der Transformation ist der Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Laut Alexandra und Stefan Szihn eröffnen diese Technologien neue Möglichkeiten für das Bäckerhandwerk. Die intelligente Vernetzung von Prozessen erleichtert Arbeitsabläufe, erhöht die Konstanz in der Produktion und stärkt gleichzeitig die Position gegenüber industriellen Anbietern. Das Handwerk gewinnt dadurch an Attraktivität – sowohl für Kunden als auch für Fachkräfte.

Neue Jobs durch Innovation

Die Förderung zeigt auch direkte Auswirkungen auf die Beschäftigung. Zwei Innovationsassistentinnen treiben die Entwicklungen im Betrieb voran, zusätzlich konnten bereits drei neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit wird deutlich, dass Innovation im Handwerk nicht nur technologische, sondern auch arbeitsmarktpolitische Effekte hat.

Förderprogramm mit breiter Wirkung

Das Programm „Innovation und Beschäftigung“ des waff richtet sich gezielt an Wiener Klein- und Mittelbetriebe. Neben Zuschüssen zu Personalkosten werden auch Weiterbildungs- und Beratungskosten unterstützt. In den vergangenen Jahren wurden 192 Unternehmen mit rund 10,3 Millionen Euro gefördert. Mehr als 260 Innovationsassistentinnen und -assistenten wurden eingestellt, über 140 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bis zu 64.000 Euro Unterstützung möglich

Die Förderung umfasst Zuschüsse von bis zu 59.000 Euro. Wird zusätzlich ein Beitrag zur Gleichstellung im Unternehmen geleistet, kann ein Bonus von 5.000 Euro gewährt werden. Neue Anträge für das Programm können im Sommer eingebracht werden.

Signal für die Branche

Das Beispiel der Bäckerei Szihn zeigt, welche Chancen in gezielten Innovationsprojekten liegen. Gerade für handwerkliche Betriebe kann die Kombination aus traditionellem Know-how und moderner Technologie ein entscheidender Hebel sein, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig neue Perspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen.

Die nächsten Anträge für die Förderung Innovation und Beschäftigung können ab 25. Juni 2026 bis 27. August 2026 gestellt werden. Details gibt es unter 01 21748-516 bzw. https://www.waff.at/unternehmen/foerderung-innovation-und-beschaeftigung/.