Vandemoortele hält Kurs
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Vandemoortele hat im ersten Halbjahr 2026 trotz schwächerer Nachfrage und hohem Wettbewerbsdruck ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis erzielt. Der Pro-forma-Umsatz der Gruppe lag bei 1,014 Mrd. Euro und damit 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA sank um 6,6 Prozent auf 116,5 Mio. Euro. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Ergebnis zusätzlich durch einmalige Kosten für Akquisitionen und Integrationen belastet.
Backwaren mit leichtem Mengenplus
Für die Bäcker- und Konditorenbranche ist vor allem die Entwicklung des Backwarengeschäfts relevant. Der Bereich erzielte im ersten Halbjahr 685,7 Mio. Euro Umsatz, 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA ging um 11,1 Mio. Euro auf 82,3 Mio. Euro zurück. Gleichzeitig stiegen die verkauften Mengen um 1 Prozent. Wachstum kam insbesondere aus dem nordamerikanischen Einzelhandel mit plus 17 Prozent sowie aus Italien mit plus 3 Prozent. Rückgänge in Gastronomie und Bäckereigeschäft bremsten diese Entwicklung.
Margen bleiben unter Druck
Vandemoortele führt die schwächere Ergebnisentwicklung unter anderem auf ein zurückhaltenderes Verbrauchervertrauen, geringeren Konsum im Viennoiserie-Segment und zusätzliche Produktionskapazitäten im Markt zurück. Kostensparprogramme und Investitionen in das Produktionsnetz sollen dem entgegenwirken. Für das Gesamtjahr erwartet die Gruppe ein bereinigtes EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres.
Délifrance-Integration ab Q4
Parallel setzt Vandemoortele seine Akquisitionsstrategie fort. Nach den Übernahmen von Dolciaria Acquaviva und Lizzi hat die Gruppe die vollständige Kontrolle bei Banneton übernommen und damit ihre erste Produktionsstätte in Nordamerika geschaffen. Die Integration von Délifrance soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 beginnen. Zusätzlich plant Vandemoortele die Übernahme des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge; dafür steht noch die endgültige Genehmigung der Europäischen Kommission aus.
Mehr Gewicht im europäischen Markt
Mit Délifrance und dem Bunge-Geschäft will Vandemoortele seine Position in Backwaren sowie pflanzlichen Lebensmitteln deutlich ausbauen. Für die zweite Jahreshälfte nennt der Konzern neben den Integrationen vor allem Effizienzmaßnahmen und weitere Investitionen in beide Geschäftsbereiche als Prioritäten. Der Verschuldungsgrad soll nach den jüngsten Übernahmen im zweiten Halbjahr 2026 zurückgehen und in den beiden Folgejahren weiter sinken.
Wichtige Konzernkennzahlen
Pro forma, inklusive Banneton, ohne Délifrance.
Kennzahl H1 2026 H1 2025 Veränderung
Umsatz 1.014 Mio. € 1.054 Mio. € -3,8 %
Bereinigtes EBITDA 117 Mio. € 125 Mio. € -6,6 %
EBITDA 104 Mio. € 107 Mio. € -2,8 %
Ergebnis nach Steuern 10 Mio. € 17 Mio. € -41,2 %
Nettofinanzverbindlichkeiten (SNFD) 1.262 Mio. € 1.220 Mio. € +3,4 %
Geschäftsbereiche im Überblick
Geschäftsbereich Umsatz H1 2026 Umsatz vs. 2025 Bereinigtes EBITDA
Backwaren 685,7 Mio. € -2,3 % 82,3 Mio. €
Pflanzliche Lebensmittel 339,5 Mio. € -6,3 % 34,2 Mio. €
Hinweis: Die Konzernzahlen in der Pressemitteilung werden auf Pro-forma-Basis inklusive Banneton, aber ohne Délifrance ausgewiesen. Rundungsdifferenzen sind möglich.
Wichtige Konzernkennzahlen
Pro forma, inklusive Banneton, ohne Délifrance.
Kennzahl H1 2026 H1 2025 Veränderung
Umsatz 1.014 Mio. € 1.054 Mio. € -3,8 %
Bereinigtes EBITDA 117 Mio. € 125 Mio. € -6,6 %
EBITDA 104 Mio. € 107 Mio. € -2,8 %
Ergebnis nach Steuern 10 Mio. € 17 Mio. € -41,2 %
Nettofinanzverbindlichkeiten (SNFD) 1.262 Mio. € 1.220 Mio. € +3,4 %
Geschäftsbereiche im Überblick
Geschäftsbereich Umsatz H1 2026 Umsatz vs. 2025 Bereinigtes EBITDA
Backwaren 685,7 Mio. € -2,3 % 82,3 Mio. €
Pflanzliche Lebensmittel 339,5 Mio. € -6,3 % 34,2 Mio. €
Hinweis: Die Konzernzahlen in der Pressemitteilung werden auf Pro-forma-Basis inklusive Banneton, aber ohne Délifrance ausgewiesen. Rundungsdifferenzen sind möglich.


