Scherbeneis mit natürlichen Kältemitteln
Die neue EU-F-Gase-Verordnung beschleunigt den Umstieg auf natürliche Kältemittel. Gleichzeitig bleibt Scherbeneis für viele Bäckereien ein wichtiger Baustein einer präzisen Teigführung. Moderne Eiserzeuger verbinden heute energieeffiziente Kältetechnik mit hoher Betriebssicherheit und hygienischer Eisproduktion.
Die neue EU-F-Gase-Verordnung ist ein zentrales Klimaschutzinstrument der Europäischen Union und regelt den Umgang mit fluorierten Treibhausgasen. Ziel ist es, deren Emissionen deutlich zu reduzieren und damit einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der europäischen Klimaziele zu leisten. Für Bäckereien besonders relevant: Neue Kälteanlagen mit dem Kältemittel R449A dürfen in Österreich ab 30. Juni 2027 nicht mehr in Betrieb genommen werden. Bereits installierte Anlagen mit F-Gasen sind von dieser Regelung nicht betroffen und können weiterhin betrieben werden.
Natürliche Kältemittel als Alternative
Der deutsche Hersteller MAJA-Marel setzt bei seinen steckerfertigen Scherbeneiserzeugern der Baureihe SAH EcoPro bereits auf die natürlichen Kältemittel R290 (Propan) beziehungsweise R744 (CO2). Die Geräte decken Eisleistungen von 85 bis 2.000 Kilogramm pro Tag ab und bieten damit Lösungen für handwerkliche Betriebe ebenso wie für größere Backunternehmen.
Hohe Betriebssicherheit im Produktionsalltag
Ein patentiertes Diagnosesystem überwacht die Eisproduktion kontinuierlich, überprüft bei jedem Neustart die wichtigsten Anlagenkomponenten und erstellt bei Bedarf automatisch eine Fehlerdiagnose. Nach einer Unterbrechung der Strom- oder Wasserversorgung nimmt die Maschine den Betrieb selbstständig wieder auf. Das erhöht die Betriebssicherheit und unterstützt einen störungsfreien Produktionsablauf.
Scherbeneis für die optimale Teigtemperatur
Viele Backbetriebe setzen auf rund minus 7 °C kaltes Scherbeneis, das sich im Knetprozess schnell und gleichmäßig auflöst und dem Teig gezielt Wärme entzieht. Dadurch lässt sich die Teigtemperatur exakt steuern, während sich das Eis einfach und präzise dosieren lässt. Für eine dauerhaft hohe Eisqualität sind die MAJA-Scherbeneiserzeuger zudem auf eine hygienische, lebensmittelsichere Produktion ausgelegt. Die leicht zugängliche Bauweise erleichtert Reinigung und Wartung.
Passende Lösungen für jede Betriebsgröße
Je nach Produktionsanforderung sind MAJA-Eiserzeuger mit integriertem Eisvorratsbehälter, isolierten Eissilos, mit oder ohne Austragvorrichtung sowie mit Untergestellen für isolierte Eisvorratswagen erhältlich. Ergänzt wird das Programm durch Rotationsverdampfer sowie Eislagerungs- und Transportsysteme, sodass für nahezu jede Betriebsgröße eine passende Lösung zur Verfügung steht.
EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573
Die EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 ist das zentrale europäische Regelwerk zur schrittweisen Reduzierung fluorierter Treibhausgase. Diese synthetischen Kältemittel besitzen ein deutlich höheres Treibhauspotenzial als CO2 und tragen damit erheblich zur Erderwärmung bei. Die Verordnung trat am 11. März 2024 in Kraft und sieht einen schrittweisen Ausstieg aus fluorierten Kältemitteln bis 2050 vor. Für Bäckereien besonders relevant: Neue Kälteanlagen mit dem weit verbreiteten Kältemittel R449A dürfen in Österreich ab 30. Juni 2027 nicht mehr in Betrieb genommen werden. Bereits installierte Anlagen genießen grundsätzlich Bestandsschutz und können weiterhin betrieben werden. Mit den kommenden Regelungen werden natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) und R744 (CO2) jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen und bei Neuanlagen zum Standard werden – ein Umstieg, den vorausschauende Betriebe besser früher als später einplanen sollten.
Weitere Infos erhalten Sie bei Johann Laska u. Söhne unter www.laska.co.at

