Was lernen Lehrlinge bei Ihnen? Staatspreis sucht konkrete Beispiele
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Ein gelungenes Lehrlingsprojekt, ein bewährter Weg zur Nachwuchsgewinnung oder eine neue Initiative in der Ausbildung: Für den zehnten Staatspreis „Beste Lehrbetriebe“ werden konkrete Beispiele aus österreichischen Lehrbetrieben gesucht. Bäckereien und Konditoreien können dabei zeigen, wie sie junge Menschen fachlich fördern und durch ihre Lehrzeit begleiten.
Die Auszeichnung vergibt das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Organisiert wird der Wettbewerb vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft. Gefragt ist eine nachvollziehbare Darstellung: Was wurde im Betrieb umgesetzt, und was hat sich dadurch für die Lehrlinge verbessert? Die Einreichung besteht laut aktuellem Pressetext aus einem kurzen Video und einer kompakten Projektdokumentation.
Staatspreis Beste Lehrbetriebe: Auch bewährte Ansätze sind gefragt
Es muss sich nicht um eine völlig neue Ausbildungsidee handeln. Die Ausschreibung nennt ausdrücklich auch bewährte Ansätze und Lehrlingsprojekte. Entscheidend ist deren Wirkung. Wer ein Beispiel auswählt, sollte deshalb konkret beschreiben können, was die Jugendlichen dabei gelernt haben und wie sie eingebunden waren.
Wie vielfältig die Ausbildung in der Back- und Konditorbranche gestaltet wird, zeigen auch die Praxisberichte über Lehrlingsverantwortung und Nachwuchswettbewerbe. So übernehmen Lehrlinge etwa während der Lehrlingswoche bei Ströck Aufgaben in Verkauf, Organisation und Filialablauf. Für den Staatspreis zählt das jeweils eigene, dokumentierte Ausbildungsbeispiel.
Drei Kategorien und zwei Sonderpreise
Einreichungen sind in drei Kategorien möglich: „Lehrberufsmarketing, Rekrutierung & Employer Branding“, „Ausbildungsinitiativen bis 35 Lehrlinge“ und „Ausbildungsinitiativen über 35 Lehrlinge“. Die Zahl der Lehrlinge bestimmt somit, in welcher der beiden Kategorien für Ausbildungsinitiativen ein Betrieb antritt.
Mit dem Sonderpreis „Ausbilder*innen im Fokus“ erhalten jene Menschen Raum, die ihr Wissen täglich weitergeben. In einem Video können sie ihre Haltung zur Ausbildung und die Begleitung ihrer Lehrlinge darstellen. Der zweite Sonderpreis, „Lehrlings-Reels: Ausbildung hautnah“, gehört den Jugendlichen: Sie geben mit kurzen Videos selbst Einblicke in ihren Beruf und ihren Ausbildungsalltag.
Gemeinsam mit den Lehrlingen an der Bewerbung arbeiten
Erstmals begleitet eine Staatspreis-Challenge die Teilnahme. Vorgesehen sind Impulse, Jury-Tipps und Live-Fragerunden. Die Organisatoren wollen damit auch anregen, die Einreichung gemeinsam mit dem Ausbildungsteam und den Lehrlingen zu erarbeiten.
„Gleichzeitig kann die Einreichung zum gemeinsamen Projekt für Ausbilder*innen und Lehrlinge werden – und es entstehen Videos und Reels, mit denen Betriebe zukünftigen Talenten zeigen, was ihre Ausbildung besonders macht“, sagt Dagmar Achleitner, Projektleiterin des Staatspreises am ibw.
Bis 31. März 2027 können österreichische Lehrbetriebe ihre Beispiele einreichen. Die Informationen zur Teilnahme und zur Staatspreis-Challenge sind auf der Wettbewerbswebsite abrufbar. Fragen beantwortet Dagmar Achleitner vom ibw unter staatspreis@ibw.at.


