Ein Wettbewerb, der Österreich begeistert
Die Palatschinke gehört laut einer aktuellen Studie zu den drittbeliebtesten Mehlspeisen des Landes – und sie kann noch mehr, als nur gut schmecken. Das haben David Hamp und Gabriel Marteau eindrucksvoll bewiesen: Mit Präzision, Humor und viel Gefühl sicherten sich die beiden Himberger den ersten Staatsmeistertitel im Palatschinkenschupfen. Ausgerufen wurde die Premiere von Fini’s Feinstes, das mit der Einführung des neuen Bio-Palatschinkenmehls erstmals zu diesem ungewöhnlichen, aber charmanten Wettbewerb geladen hat.
Der Aufruf traf einen Nerv. Aus allen Bundesländern trudelten kreative Schupf-Videos ein, über 100 Einsendungen und mehr als zwei Millionen Views belegen den viralen Charakter dieser erstmals ausgetragenen Staatsmeisterschaft. Beim Finale am 13. November in Wien setzten sich Hamp und Marteau schließlich gegen starke Konkurrenz durch.
Freundschaft, Tradition – und eine heiße Pfanne
Palatschinken sind für die beiden 26-Jährigen mehr als eine Süßspeise. „Wir haben schon als Kinder gemeinsam Palatschinken gegessen. Das Rezept unserer Mütter – von den Omas übernommen – begleitet uns bis heute“, erzählen sie. Ihre Leidenschaft ging sogar so weit, dass sie 2024 den Verein „Palatschinkenfreunde Himberg“ gründeten, der mittlerweile rund 20 Mitglieder zählt.
Was es für ein perfektes Schupf-Manöver braucht, wissen die frisch gekürten Staatsmeister genau: „Eine richtig heiße Pfanne und ein lockeres Handgelenk. Und natürlich einen Teig, der nicht reißt – da entscheidet das richtige Mehl“, sagen sie. Auch bei den Füllungen geht es kreativ zu: Von der „Himberger Kreation“ mit Himbeermarmelade, zerbröselten Mannerschnitten und Nuss-Schnaps vom Opa bis zum flambierten Crêpe Suzette reicht das Repertoire.
Finis Top 3 Palatschinken-Tipps:
Die Rastzeit des Palatschinkenteiges ist ausschlaggebend für die feinen Rollen: um die 20 Minuten sollte der Teig ruhen.
Die Pfanne sollte bereits ab der ersten Palatschinke gut erhitzt sein.
Beim Fett sollte man zu sehr hitzeresistentem Fett greifen, also etwa Rapsöl oder Butterschmalz.
Premiere: Österreich kürt seine ersten Schupf-Champions
Warum eine Staatsmeisterschaft ausgerechnet im Palatschinkenschupfen? Für Harald Lang, Marketingleiter bei Fini’s Feinstes, liegt die Antwort auf der Hand: „Nur in Österreich haben wir dieses charmante Wort ‚schupfen‘ – es beschreibt perfekt den entscheidenden Moment bei der Palatschinkenzubereitung.“ Die Kriterien der Jury reichten von der Höhe und Eleganz der Schupftechnik über die Landung in der Pfanne bis hin zum persönlichen Stil.
Kreative Küchensaltos und starke Leistungen
Die fünf Nominierten zeigten beim Finale, wie vielfältig Schupfen sein kann: Palatschinken, die unter den Beinen durchfliegen, Saltos vollführen oder zwischen zwei Pfannen wechseln, sorgten für Begeisterung. Den zweiten Platz erreichte ein Team von fünf Schülerinnen der HLW Leoben, die über 300 Kilometer für das Finale zurücklegten. Platz drei ging an die Schwestern Lisa und Anna Berger aus Krenglbach, Betreiberinnen des Back-Blogs @back.bibliothek. Den vierten Platz teilten sich punktgleich der Wiener Foodblogger Thomas Grosmann-Liao (@thomskuechen.block) und Amra Mataradzija (@amras_lovely_cooking).








