Glanzvoll, genussreich und traditionsbewusst: Der 123. ZuckerBäckerball machte die Wiener Hofburg erneut zum festlichen Mittelpunkt der Bäcker- und Konditorenbranche und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Handwerk und Ballkultur bis heute sind.
Die Wiener Hofburg verwandelte sich am 15. Jänner 2026 erneut in den süßesten Ballsaal der Stadt. In den historischen Prunkräumen wurde der 123. ZuckerBäckerball gefeiert. Mit viel Liebe zum Detail sorgte der Verein Förderung des Lebensmittelgewerbes auch heuer für ein unvergessliches Erlebnis. Zwischen Tanz, Musik, glanzvollen Höhe- und eindrucksvollen Programmpunkten warteten zahllose süße Köstlichkeiten.
Noch nie war die Nachfrage so groß: Innerhalb von nur drei Tagen waren sämtliche Ballkarten vergriffen. Mehr als 3.000 Gäste ließen sich von der besonderen Atmosphäre der Hofburg verzaubern.
Glanzvolle Eröffnung
Großer Andrang herrschte überall, wo es die köstlichen, handwerklich gefertigten Süßigkeiten und Gebäcke zu verkosten gab – und dies bereits vor der offiziellen Eröffnung, die gespickt war mit musikalischen Leckerbissen.
Einer dieser glanzvollen Höhepunkte war die Darbietung der Vereinigung Wiener Staatsopernballett. Die Solotänzer Olga Esina und Victor Caixeta tanzten zu den Klängen des Walzers „Wiener Blut“ von Johann Strauss Sohn in der Choreografie von Lukas Gaudernak.
Musicalstar Moritz Mausser begeisterte die Ballgäste mit den Falco-Songs „Rock me Amadeus“ und „Der Kommissar“. Spätestens bei der Draufgabe „Der letzte Tanz“ aus dem Musical „Elisabeth“ flogen dem 25-jährigen Shootingstar am Musicalhimmel alle Frauenherzen zu.
Den Abschluss des musikalischen Eröffnungsprogramms bildete eine Darbietung des Eröffnungskomitees der Wiener Tanzschulen mit dem „Indigo Marsch“ unter der Leitung von Richard Fränzl und Eddie Franzen.
Unterhaltung vom Feinsten
Besonders begehrt waren wie jedes Jahr die Tombola-Lose, denn für jedes Los gab es eine der 3.000 Torten oder der anderen Süßigkeiten – zudem wird ein Teil des Erlöses an die Österreichischen Kinderdörfer gespendet.
Dass die Österreicher echte Naschkatzen sind, war auch an den langen Schlangen bei den Glücksrädern abzulesen. Fast die ganze Ballnacht standen Ballgäste an, um eine der vielen Köstlichkeiten zu ergattern.
Sportliche Ballbesucher versuchten, einen der Gutscheine bei mehreren Luftballonregen zu erhaschen. Gutscheine für süße Geschenke von Auer und Heindl sowie Julius-Meinl-Kaffeecocktails warteten in den Ballons auf die Glücklichen. Und der „Süße Zuckerlhimmel“ lockte mit süßen Preisen von Niemetz.
Natürlich gab es auch genügend Gelegenheiten zum Naschen und Kosten, wie etwa am Schokobrunnen von Puratos oder bei den Schaubackstuben der Wiener Bäcker und Konditoren.
An weiteren Genussstationen gab es Topfenknöderln und Grießschmarren bei den Schülern der Gastgewerbefachschule Judenplatz und der Hotel- und Tourismusschulen Modul sowie feinste Crêpes und köstliches Eis. Dafür, dass die vielen „süßen“ Kalorien sich nicht festsetzen konnten, sorgte das bunte musikalische Programm.
Jedes Jahr beliebter kulinarischer Treffpunkt ist der Heurige der Wiener Fleischer, wo man neben den meisten Ehrengästen auch viele Bäcker und Konditoren antreffen konnte.
Eine besondere Torte wartete um Mitternacht auf Moritz Mausser. Er durfte die heurige Prominententorte – eine köstliche Schoko-Erdbeer-Komposition von Hofzuckerbäcker L. Heiner – in Empfang nehmen.
Ehrengäste
Dr. Alexander BIACH
Generaldirektor der Sozialversicherungsanstalt
der Selbständigen
Desiree Marie HOLJEVAC
Bereichsleiterin Vertrieb und Filialen
der Erste Bank
KommR Leo JINDRAK
Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Oberösterreichs, Bundesinnungsmeister der
österreichischen Lebensmittelgewerbe
Dr. Michael LUDWIG
Landeshauptmann von Wien, Bürgermeister
Ing. Christian MEIDLINGER
Erster Präsident des Wiener Landtages
Thomas MUSCHELKNAUTZ
Geschäftsführer der Bundesakademie des
deutschen Bäckerhandwerks Weinheim
Prof. Birgit SARATA
„Ballmutti“ & Vizehonorarkonsulin
MMag. Werner SCHNABL
Direktor der Tourismusschulen Modul
der Wirtschaftskammer Wien
Mihail SOSNOVSCHI
Präsident der Vereinigung
Wiener Staatsopernballett
Mag. Veronika VERNES
Geschäftsführerin der Lebensmittelakademie
des österreichischen Gewerbes
Der stolze Ballorganisator Dr. Kurt Schebesta gab der Österreichischen Bäcker & Konditor Zeitung ein kurzes Resümee:
ÖBKZ: Der 122. ZuckerBäckerball war innerhalb von drei Wochen ausverkauft, wie ist es Ihnen heuer ergangen?
Dr. Kurt Schebesta: „Heuer waren es gerade einmal drei Tage. Wir haben am 6. Oktober 2025 das System geöffnet, am 7. Oktober abends waren die Sitzplätze ausverkauft, 8. Oktober abends haben wir das System abgedreht, da es auch keine sogenannten Flanierkarten mehr gab.“
ÖBKZ: Also ein voller Erfolg?
Dr. Kurt Schebesta: „Grundsätzlich ja, aber der rasche Ausverkauf hat auch seine Schattenseiten: viele Enttäuschte, die keine Karten mehr bekommen haben, sogar Beschimpfungen haben uns erreicht. Auch unsere Ballmutti Birgit Sarata wurde auf der Straße angesprochen und manche haben dabei auch ihren Unmut preisgegeben.“
ÖBKZ: Aber die Stimmung derer, die das Glück hatten, Karten zu bekommen, war offenbar großartig wie immer.
Dr. Kurt Schebesta: „Die Stimmung war perfekt, wie immer in den letzten Jahren, ich konnte auch mit ausländischen Gästen sprechen, einige von ihnen wollten bei mir gleich Karten für den nächsten Ball bestellen.“
ÖBKZ: Was waren heuer die Highlights?
Dr. Kurt Schebesta: „Zu den Highlights gehörten sicher das wieder großartige Jungdamen- und Jungherrenkomitee, immerhin 162 Eröffnungspaare, die Vereinigung Wiener Staatsopernballett mit neun Tanzpaaren, die den Strauss-Walzer ,Wiener Blut‘ darbrachten, und natürlich unser Stargast und Empfänger der Prominententorte Moritz Mausser, bekannt als Hauptdarsteller des Falco-Musicals und derzeit als König von Preußen im Musical ‚Maria Theresia‘ zu sehen. Unter den Ehrengästen ist unser Landeshauptmann und Bürgermeister Dr. Michael Ludwig zu erwähnen, der den 123. ZuckerBäckerball offiziell eröffnet hat.
Und dann gab es natürlich auch die vielen Unterhaltungselemente wie die Radio Wien Disco, in der DJane Mel Merio auflegte, Carla Natascha’s Tropical Band, die südamerikanisches Flair in die Hofburg zauberte, die Britin Helena May mit ihrer Band und traditionell das Ballorchester Wolfgang Steubl.
Dieses ist auch wesentlicher Faktor bei der Mitternachtsquadrille. Unter der Leitung von Richard Fränzl und Eddie Franzen tanzten hunderte Besucher einen Tanz, den die wenigsten beherrschen, genau das aber scheint der größte Spaß zu sein.“
ÖBKZ: Beim Zuckerbäcker Award sah es heuer aber sehr eingeschränkt aus?!
Dr. Kurt Schebesta: „Leider, zuerst haben wir bis nach Weihnachten, also noch nach der offiziellen Anmeldefrist, versucht, Lehrlinge im dritten Lehrjahr zu finden – vergeblich. Bisher konnten wir mit etwa acht bis zehn Gesellen oder Meistern rechnen und ebenso vielen Lehrlingen. Bei den Gesellen waren es ursprünglich neun Kandidaten, zwei sind durch Krankheit ausgefallen, und einer Teilnehmerin, die sicher gute Chancen auf einen Spitzenplatz gehabt hätte, ist das Objekt noch vor der Bewertung zusammengebrochen, da waren es halt nur mehr sechs.“
ÖBKZ: Ihr Dank gilt …?
Dr. Kurt Schebesta: „… den vielen Firmen, die uns unterstützt haben. Ohne deren Unterstützung wäre der ZuckerBäckerball nicht diese bei den Besuchern so beliebte Veranstaltung.“
ÖBKZ: Wird es einen 124. ZuckerBäckerball geben?
Dr. Kurt Schebesta: „Ich denke schon, jedenfalls ist der 14. Jänner 2027 mit der Hofburg bereits akkordiert.“
Sponsoren 2026
Mit großem Engagement und hohem persönlichen Einsatz hat die Bäckerund Konditorenfamilie Wiens den ZuckerBäckerball 2025 zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht. Vielen Dank an alle Mitwirkenden und für die großzügige Unterstützung zahlreicher Sponsoren.
Alpine Brands (Auer)
Amons Delicious Catering
Angelmayer Josef, Konditorei
Anna Gold
BÄKO Österreich
Barry Callebaut
Bürger Ingrid, Konditorei
Cafe Prückel
Café Schwarzenberg
Der Mann
Eibensteiner, Confiserie
Erste Bank
Frömmel, Konditorei
Gastgewerbefachschule Judenplatz
Groissböck, Konditorei
Hanauer Klaus, BIO Konditorei
Heidi Chocolat AG (Niemetz Schwedenbomben)
Heidl Hermann
Heindl, Confiserie
Hübler, Konditorei
Julius Meinl
Karl Kammerer Lebkuchenmanufaktur
Komplet Mantler
L. Heiner, K.u.K. Hofzuckerbäcker
Lemmerer Gregor, Konditorei
Leschanz, Konditorei
MIWE Austria
Oberlaa, Kurkonditorei
Ottakringer Brauerei
Puratos Austria GmbH
Radatz Feine Wiener Fleischwaren GmbH
Radio Wien
Rötzer Eis
Schlumberger GmbH, Sektkellerei
STAMAG – Stadlauer Malzfabrik
Staud’s Wien
Szihn, Bäckerei-Café-Konditorei GmbH
Tichy, Eisspezialitäten
Tourismusschulen Modul
Ullmann’s Zuckerbäckerei
Unterweger Früchteküche
Vandemoortele
Wiener Praterverband
Wiener Zucker
Wien Work
Autorin: Hilde Resch



























