Historischer Markt mit Nahversorger-Funktion
Der Volkertmarkt zählt zu den ältesten bestehenden Märkten Wiens. Bereits 1878 gegründet, entwickelte er sich als klassischer Versorgungsmarkt für die Wohnbevölkerung im heutigen Volkertviertel. Die gemauerten Marktstände und die Lage zwischen Prater und Augarten prägen bis heute den besonderen Charakter des Platzes.
Nach einer Generalsanierung im Jahr 2000 erfüllt der Markt weiterhin eine klare Funktion als Nahversorger im dicht besiedelten 2. Bezirk – ergänzt um gastronomische Angebote und als sozialer Treffpunkt im Grätzl.
Investition in die Marktstruktur
Ende 2025 kaufte die Stadt Wien gemeinsam mit der Bezirksvertretung Leopoldstadt insgesamt sechs sanierungsbedürftige Marktstände auf. Ziel ist es, diese baulich und strukturell zu erneuern und den Markt langfristig zu stabilisieren.
Laut Bezirksvorsteher Alexander Nikolai investiert der Bezirk rund 400.000 Euro in die Sanierung. Der Volkertmarkt soll damit neben dem Karmelitermarkt und dem Vorgartenmarkt als dritter starker Grätzlmarkt der Leopoldstadt positioniert werden.
Ausschreibung mit Fokus auf das Bäckerhandwerk
Nun startet die MA 59 – Marktamt mit der Ausschreibung der ersten drei sanierten Marktstände. Ein Stand mit rund 50 Quadratmetern ist explizit für eine Bäckerei vorgesehen – ein klares Signal für die Bedeutung des Handwerks in der Nahversorgung.
Zusätzlich werden ein Stand für eine Fleischerei sowie ein größerer Stand für einen Lebensmittel- oder Käsehandel ausgeschrieben. Bevorzugt berücksichtigt werden Marktparteien des Floridsdorfer Marktes, die im Zuge von Umstrukturierungen einen neuen Standort suchen.
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Rahmenbedingungen und Bewerbung
Die monatlichen Mietpreise liegen – je nach Nutzung – zwischen 13,10 und 17,30 Euro pro Quadratmeter. Interessierte Betriebe müssen bei der Bewerbung unter anderem ein Betriebskonzept, geplante Öffnungszeiten sowie Angaben zur Gestaltung des Marktstands vorlegen.
Die Bewerbungsfrist endet am 12. Februar.
Für die ausgeschriebenen Marktstände kamm man sich hier direkt bewerben.
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Standort mit Perspektive
Durch die Entwicklung des Volkertviertels zum verkehrsberuhigten und begrünten „Supergrätzl“ gewinnt der Markt zusätzlich an Attraktivität. Für Bäckereien eröffnet sich damit die Möglichkeit, sich in einem gewachsenen Wiener Wohngebiet mit hoher Alltagsfrequenz und klarer Nahversorger-Ausrichtung zu positionieren.



