Wenn sich Österreichs Lebensmittelproduzenten in Wieselburg treffen, wird Qualität sichtbar. Bei der AB HOF wurden heuer 123 Siegerprodukte ausgezeichnet – ein starkes Zeichen für handwerkliche Vielfalt, Innovation und regionale Rohstoffe. Der Andrang war groß: Der Festsaal bei der Preisverleihung war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Spezialmesse AB HOF in Wieselburg hat sich längst zu einem der wichtigsten Treffpunkte der österreichischen Lebensmittelproduktion entwickelt. Auch heuer zeigte sich wieder eindrucksvoll, welche Vielfalt, Qualität und Innovationskraft im Lebensmittelhandwerk und in der Direktvermarktung stecken. Besonders im Mittelpunkt standen die traditionellen Produktprämierungen, die heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feierten.
Insgesamt wurden 123 Siegerprodukte aus acht Wettbewerben ausgezeichnet. Dahinter stehen beeindruckende Zahlen: 3.834 eingereichte Produkte von 964 Produzenten. Besonders beim Wettbewerb „Brot-Kaiser“ überzeugten zahlreiche Einreichungen mit hoher Qualität und regionaler Getreidevielfalt. Zu den ausgezeichneten Brotspezialitäten zählen unter anderem „Brenners Bestes – Waldviertler Urgetreide“, die Brote der Familie Nigitz aus St. Margarethen sowie die Exponate von Sarah und Stefan Greiner aus Walding in Oberösterreich. Auch der Brothof Milalkovits, der Landhof Harrauer und der Biohof Aichinger wurden ausgezeichnet.
Treffpunkt der Lebensmittelproduzenten
Zahlreiche Aussteller nutzten die Gelegenheit, ihre Produkte und Konzepte zu präsentieren. Auch das öffentliche und mediale Interesse war heuer besonders groß. ServusTV, ORF sowie zahlreiche regionale Medien berichteten über die Messe und rückten die prämierten Produzenten ins Rampenlicht. Politische Prominenz – allen voran Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig – nutzte die Veranstaltung ebenfalls als Bühne für Wertschätzung gegenüber den Lebensmittelproduzenten. Der Festsaal bei der Preisverleihung war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch das Publikumsinteresse war bemerkenswert. Genaue Besucherzahlen lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor, da die Messe zu diesem Zeitpunkt noch lief. Doch schon die Anfahrt nach Wieselburg mit teilweise bis zu 15 Minuten Verzögerung ließ erahnen, welchen Stellenwert die Veranstaltung mittlerweile erreicht hat.
Für die Aussteller und teilnehmenden Produzenten hat sich die Teilnahme jedenfalls ausgezahlt: Viele Gespräche, zahlreiche interessierte Konsumenten, mediale Berichterstattung und neue Kontakte prägten die Tage auf der Messe. Projektleiterin Barbara Völkl zeigte sich entsprechend zufrieden: „Das enorme Interesse von Publikum, Ausstellern und Produzenten zeigt einmal mehr, wie relevant die AB HOF für die Direktvermarktung und das Lebensmittelgewerbe in Österreich ist. Besonders freut mich auch die starke mediale Aufmerksamkeit und die große politische Präsenz – sie unterstreichen die Bedeutung dieser Branche.“
Etwas schade war lediglich, dass das Lebensmittelgewerbe diesmal nicht ganz so zahlreich vertreten war wie in früheren Jahren. Gerade eine Bühne wie die AB HOF bietet eine seltene Gelegenheit, handwerkliche Qualität einem breiten Publikum zu präsentieren. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass sich in den kommenden Jahren wieder mehr Betriebe diese Chance nicht entgehen lassen – vielleicht bereits bei der Prämierung „Das goldene Stanitzel“, die im Rahmen der LAND FORST JAGD im Mai in Wieselburg über die Bühne gehen wird.












