Kulinarik zwischen Tradition und Zeitgeist

Wenn sich die Wiener Staatsoper zum Opernball öffnet, ist auch Gerstner fixer Bestandteil der Ballnacht. Seit 1869 verbindet das Traditionshaus Cateringkultur mit kaiserlich geprägter Zuckerbäckerei und sorgt Jahr für Jahr für kulinarische Glanzpunkte.

Auch 2026 setzt Gerstner auf eine Mischung aus Klassik und Innovation. An Bars, Buffets und in den Logen erwartet die Gäste ein vielfältiges Angebot, das von herzhaften Spezialitäten bis zu feiner Patisserie reicht. Herbert Fuchs, Geschäftsführer GOURMET, verweist auf die gewachsene Partnerschaft mit der Wiener Staatsoper und die inhaltliche Weiterentwicklung des kulinarischen Konzepts.

Neben etablierten Klassikern wie den Gerstner Opernballwürsteln oder Anton Gerstners Gulaschsuppe wurde das Sortiment gezielt erweitert. Ein stärker ausgebautes vegetarisches und veganes Angebot trägt veränderten Gästebedürfnissen Rechnung. Speisen wie Barbara Gerstners Linseneintopf oder Brötchen mit Erbsen-Chilicreme, Kichererbsen oder Burrata zeigen, wie zeitgemäße Küche in den Ballkontext integriert wird.

Gleichzeitig bleibt die Herkunft der Produkte zentral. Ein Großteil der Zutaten stammt von österreichischen Lieferanten. Dieser Qualitätsanspruch steht im Einklang mit der Ausrichtung des Opernballs als zertifiziertes Green Event.

Die Hofzuckerbäckershow am Opernball: Ballgäste können live verfolgen, wie der Strudelteig von Hand ausgezogen, gefüllt und verarbeitet wird. © Gerstner

Die Hofzuckerbäckershow am Opernball: Ballgäste können live verfolgen, wie der Strudelteig von Hand ausgezogen, gefüllt und verarbeitet wird. © Gerstner

Premiere für die Hofzuckerbäcker-Show

Ein besonderer Höhepunkt feiert 2026 seine Premiere. Erstmals bringt Gerstner eine K. u. K. Hofzuckerbäcker-Show direkt in die Staatsoper. Im Mittelpunkt steht eine der bekanntesten Mehlspeisen der Wiener Backtradition: der Apfelstrudel.

Ballgäste können live verfolgen, wie der Strudelteig von Hand ausgezogen, gefüllt und verarbeitet wird. Die unmittelbare Zubereitung macht das Handwerk sichtbar und schafft eine Brücke zwischen historischer Zuckerbäckerkunst und Eventinszenierung. Verkostungen runden die Vorführung ab.

Ab April wird diese Show auch im Gerstner Café-Restaurant in Schloss Schönbrunn in den historischen Räumlichkeiten viermal täglich zu erleben sein und damit dauerhaft für Publikum zugänglich gemacht.

Patisserie als süßer Höhepunkt

Für den finalen Genussmoment der Ballnacht sorgt die hauseigene Patisserie. Klassiker wie „Erdbeeren im Frack“, kunstvolle Petit Fours oder das traditionsreiche Punschkrapferl zählen seit Jahren zu den gefragtesten Süßspeisen des Abends.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Petit Fours „Oper“. Die Kreation versteht sich als kulinarische Hommage an die langjährige Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper und verbindet optische Eleganz mit klassischer Konditoreikunst.

Große Bühne für den Branchennachwuchs

Hinter den Kulissen sorgt ein eingespieltes Team für den reibungslosen Ablauf. Rund 290 Mitarbeitende betreuen während der Ballnacht 140 Logen, 266 Tische und 11 Buffets.

Unterstützt wird das Gerstner-Team von Nachwuchskräften aus österreichischen Tourismusschulen, darunter Vöcklabruck, Bad Gleichenberg, Neusiedl am See, Bad Ischl, Krems und Bad Leonfelden. Für die angehenden Fachkräfte bedeutet der Einsatz beim Opernball nicht nur Praxis auf höchstem Niveau, sondern auch wertvolle Einblicke in Organisation, Servicekultur und internationale Eventgastronomie.

Handwerk, das Bühne bekommt

Mit der Verbindung aus Cateringtradition, Zuckerbäckerkunst und Live-Inszenierung unterstreicht Gerstner einmal mehr seine Rolle als kulinarischer Leitbetrieb im Umfeld großer Veranstaltungen. Der Opernball wird damit nicht nur zum Treffpunkt der Gesellschaft, sondern auch zur Bühne für österreichische Back- und Genusskultur.