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Mehrwertsteuersenkung: Warum Kaffee und Tee mitgedacht werden müssen

Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ab Juli 2026 soll Haushalte entlasten. Der Kaffee- und Tee-Verband fordert, Kaffee und Tee in diese Maßnahme einzubeziehen.

Alltag, Genuss und Grundversorgung

Die angekündigte Reduktion der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von zehn auf unter fünf Prozent ab 1. Juli 2026 ist ein klares politisches Signal zur Entlastung der Bevölkerung. Aus Sicht des Österreichischen Kaffee- und Tee-Verbands greift die Maßnahme jedoch zu kurz, wenn Kaffee und Tee davon ausgenommen bleiben.

Für einen großen Teil der Konsument:innen gehören beide Produkte zum täglichen Konsum. Sie werden nicht nur regelmäßig gekauft, sondern erfüllen im Alltag eine vergleichbare Funktion wie andere bereits begünstigte Lebensmittel. In Österreich kommt insbesondere dem Kaffee eine besondere soziale und kulturelle Bedeutung zu – im privaten Umfeld ebenso wie in der Gastronomie.

Klare Position des Verbands

Kaffee und Tee sind fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Wenn Grundnahrungsmittel steuerlich entlastet werden, muss diese Realität berücksichtigt werden“, betont Geschäftsführerin Mag. a Tina Antonius. Der Verband spricht sich daher ausdrücklich dafür aus, Kaffee und Tee in den Warenkorb der steuerlich begünstigten Produkte aufzunehmen.

Aktuell unterliegen beide Warengruppen dem regulären Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent. Damit zählen sie steuerlich nicht zu den Grundnahrungsmitteln, obwohl sie im Konsumverhalten vieler Haushalte genau diese Rolle einnehmen.

Steigender Kostendruck entlang der Wertschöpfungskette

Hinzu kommt eine anhaltende Preisbelastung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Preise für Rohkaffee haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Haupttreiber sind klimatische Veränderungen in den Anbauregionen sowie eine steigende globale Nachfrage. Branchenexpert:innen gehen davon aus, dass es sich dabei um eine strukturelle Entwicklung handelt und nicht um ein kurzfristiges Marktphänomen.

Eine steuerliche Entlastung könnte helfen, diesen Kostendruck zumindest teilweise abzufedern – sowohl für Konsument:innen als auch für Betriebe in Handel und Gastronomie.

Entlastung für Haushalte und Betriebe

„Eine Mehrwertsteuersenkung würde dazu beitragen, den Zugang zu Kaffee und Tee leistbar zu halten und weitere Preissprünge zu vermeiden“, so Antonius. Gerade für Gastronomiebetriebe, die bereits mit steigenden Energie-, Personal- und Rohstoffkosten konfrontiert sind, wäre dies ein relevantes Signal.

Der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband appelliert daher an die Bundesregierung, Kaffee und Tee in die geplante Mehrwertsteuersenkung einzubeziehen. Eine entsprechende Anpassung im Einzelhandel und in der Gastronomie würde nicht nur Haushalte entlasten, sondern auch einen wichtigen Teil der österreichischen Alltags- und Genusskultur absichern.

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