Zwei steirische Marken bündeln ihr Know-how

In Raaba bei Graz läuft die Mühle derzeit auf Hochtouren. Die Farina bringt gemeinsam mit Steirerkraft, dem Weltmarktführer für steirisches Kürbiskernöl, ein neues Produkt auf den Markt: das sogenannte Steirermehl. Dabei handelt es sich um klassisches Weizenmehl, das mit fein vermahlenen steirischen Kürbiskernen veredelt wurde. Ab Anfang Jänner soll das Produkt im österreichischen Einzelhandel erhältlich sein.

Nussige Note, vertraute Verarbeitung

Preislich wird sich das Steirermehl in einer ähnlichen Kategorie wie herkömmliches Weizenmehl bewegen. Im Fokus standen von Beginn an die Backeigenschaften. „Die leichte, natürliche Nussnote der Kürbiskerne verleiht klassischen Rezepten eine neue Geschmacksrichtung – ohne dass man an der Verarbeitung etwas ändern muss“, erklärt Andreas Cretnik, Vorstand von Steirerkraft. Das neue Mehl kann daher eins zu eins wie gewohnt eingesetzt werden, vom Brot bis zum Feingebäck.

Technisch anspruchsvoll in der Umsetzung

Was für Konsumentinnen und Konsumenten einfach wirkt, stellte die Produktion vor Herausforderungen. „Wir mischen ein sehr fein vermahlenes Weizenmehl mit rund zehn Prozent ebenso fein geriebener Kürbiskerne und müssen dabei sicherstellen, dass sich die Bestandteile beim Abfüllen nicht wieder trennen“, erklärt Andreas Seidl, Produktionsleiter bei Farina. Ziel sei eine absolut homogene Mischung, wie sie beim Öffnen der Packung erwartet werde. Derzeit laufen rund zehn Tonnen Steirermehl am Standort Raaba vom Band.

Millioneninvestitionen stärken den Standort Raaba

Parallel zur Produktinnovation investiert Farina massiv in den Standort Raaba. In den vergangenen Jahren flossen rund sieben Millionen Euro in neue Verladungssysteme, die Getreideannahme und moderne Mühlentechnik. Erst im Oktober wurde eine neue Getreideannahme um 1,7 Millionen Euro eröffnet, die auch den Lärmschutz verbessert. „Das sichert die Produktion in der Steiermark langfristig ab und stärkt den Standort“, sagt Bernhard Gitl, Vertriebsleiter bei Farina. Ob sich das Steirermehl dauerhaft im Backsortiment etabliert, entscheidet sich nach der ersten Phase im Handel.