
Die Jury hat die Kunstwerke kritisch durchleuchtet und verkostet: Desiree Marie Holjevac, Johannes Warmuth und Brigitta Schickmaier (v. l. n. r.). © Ripix
Klein, aber fein war das Teilnehmerfeld beim diesjährigen Zuckerbäcker Award. Im Foyer waren die prachtvollen süßen Kunstwerke ausgestellt und konnten von den Besuchern des ZuckerBäckerballs gleich nach dem Betreten der Hofburg bestaunt werden. Wer die handwerklichen Meisterstücke gefertigt hat, wusste man sofort anhand der Namenskärtchen – wer aber schließlich gewonnen hatte, darüber rätselten die staunenden Ballgäste bis zur Preisverleihung nach Mitternacht.
Der Award brachte mit den Plätzen eins bis drei einen Riesenerfolg für die Kurkonditorei Oberlaa. Leon Alexander Dostal gewann mit seiner Harry-Potter-Interpretation und darf sich Vienna Cakemaster 2026 nennen. Platz zwei errang Mariella Schwarz, Platz drei belegte Angela Schober. Dass Oberlaa nach dem Sieg im Vorjahr heuer gleich alle drei Stockerlplätze einheimsen konnte, zeugt von der hervorragenden Ausbildung des Betriebes.

Das Siegertrio von links: Angela Schober (3. Platz), Mariella Schwarz (2. Platz)
und Leon Alexander Dostal (1. Platz), alle von der Kurkonditorei Oberlaa. © Ripix
Ausführung und Geschmack punkten
„Auch als Profi hat man beim Betrachten der Schaustücke schon seine ersten Favoriten“, erzählt Juryvorsitzende Konditormeisterin Brigitta Schickmaier, die gemeinsam mit Johannes Warmuth, selbst mehrmaliger Gewinner des Awards sowie Austrian & German Chocolate Master, und mit Desiree Marie Holjevac, als Vertreterin des Sponsors Erste Bank, die Exponate bewertete. „Erst bei genauer Prüfung jedes Details ergeben sich dann die Unterschiede. Summa summarum haben sich alle Teilnehmer große Mühe gegeben und wunderbare Schaustücke auf hohem handwerklichem Niveau kreiert“, so die Juryvorsitzende.
Die Beurteilung erfolgte anonym mittels der Teilnehmernummern der Kandidaten. Die Jury prüfte die Einhaltung der Ausschreibung, die künstlerische Umsetzung, die Verarbeitung der Materialien, die Umsetzung des Mottos „Das Reich der Zauberkünstler“, den Schwierigkeitsgrad des Schaustücks und natürlich die Geschmackskomposition. „Der Geschmack der Torte bringt viele wertvolle Punkte“, erklärt Brigitta Schickmaier. Daher sollte auf deren Kreation besonders geachtet werden und sie empfiehlt, beispielsweise Crunch sparsam einzusetzen, damit sich die Torte auch gut aufschneiden lässt. Denn schließlich isst das Auge ja auch mit.
Autorin: Hilde Resch




