Liebe als Zutat: Warum sich der Valentinstag fürs Handwerk lohnt
Es gibt viele Anlässe, Liebe sichtbar zu machen. Der Valentinstag gehört zu jenen Tagen, an denen kleine Gesten eine große Wirkung entfalten. Für das Bäcker- und Konditorhandwerk ist er eine Einladung, mit Formen, Aromen und Geschichten zu arbeiten und Kundinnen und Kunden emotional abzuholen. Noch ist Zeit, eigene Ideen zu entwickeln, bestehende Klassiker neu zu denken oder bewusst regionale Akzente zu setzen.
Die folgende Zusammenstellung ist eine zufällige, redaktionelle Auswahl. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn gerade rund um den Valentinstag zeigt sich in ganz Österreich, wie kreativ, hochwertig und vielfältig das Angebot der Branche ist.

Wiener Nougat und süße Stunden zu zweit
Ein Klassiker, der seit Generationen für Genuss steht, ist der Original Wiener Nougat der Confiserie Heindl. Fünf Sorten feinster Nougatpralinen, verpackt in einer Jugendstil-Bonboniere, verbinden Handwerksqualität mit Wiener Identität.
Passend dazu öffnet das Heindl SchokoMuseum am 14. Februar seine Türen für besondere Valentinstags-Workshops. Paare gestalten unter Anleitung eigene Pralinen, erleben Schokolade als sinnliches Handwerk und tauchen bei einer Führung in die Geschichte von Kakao und Confiserie ein. Ein Erlebnis, das Genuss, Kreativität und gemeinsame Zeit verbindet.

Bonbons mit Herz: Tradition zum Zuschauen
Auch die Zuckerlwerkstatt setzt am Valentinstag auf Erlebnis und Handwerk. In Wien und Salzburg lädt sie zu einem „Sweet Date“ ein, bei dem Besucherinnen und Besucher die Bonbonherstellung live erleben, verkosten und mit einem Glas Herz- und Rosenzuckerl nach Hause gehen. Traditionelle Bonbonmacherei wird hier greifbar, verständlich und genussvoll inszeniert.

Schokolade limitiert
In der Manufaktur von Schokomichi entstehen zum Valentinstag besondere Einzelstücke. Herzige Tafeln aus Rubyschokolade mit feinem Haselnussnougat setzen auf Farbe, Handarbeit und Limitierung – ein Ansatz, der zeigt, wie saisonale Produkte bewusst verknappt und emotional aufgeladen werden können.

Herzformen aus der Backstube
Auch klassische Bäckereien und Konditoreien greifen den Valentinstag kreativ auf. Die Bäckerei Hager in St. Pölten setzt auf traditionelles Handwerk und eine breite Palette an Herz-Kreationen, von Punsch- und Schokoherzen bis zu Brioche- und Kornvarianten. Vorbestellungen in den Filialen zeigen, wie saisonale Produkte planbar und kundenorientiert umgesetzt werden können. Ähnlich handwerksnah positioniert sich die Bäckerei Danecker mit dem Motto „Torte statt Worte“. Ischler, Punschtörtchen und Briocheherzen zeigen, wie Klassiker für emotionale Anlässe neu inszeniert werden.

Botanik & Pâtisserie
Eine besondere Nische besetzt Blühendes Konfekt von Pralinenkünstler Michael Diewald. Mit Wildfrüchten, Kräutern und kandierten Blüten entstehen Pralinen, die Aromaforschung und Handwerk verbinden. Verkostungen und Einblicke in die Werkstatt machen das Produkt erlebbar – ein Ansatz, der auch für kleinere Betriebe inspirierend sein kann.

Traditionelle Häuser und neue Genussformate
Die Wiener Traditionskonditorei Demel greift den Valentinstag mit historischen Motiven auf. Bitterschokoladeherzen mit Himbeerfondant, kandierte Veilchen und liebevoll gestaltete Kisterl schlagen eine Brücke zwischen Geschichte und saisonalem Anlass.
Ganz anders, aber ebenso wirkungsvoll, denkt die Bäckerei Naglreiter den Valentinstag als kulinarisches Gesamterlebnis. Eine reich gefüllte Frühstücks-Love-Box kombiniert Gebäck, Süßes, Aufstriche und Getränke zu einem Angebot, das Genuss, Sharing und Vorbestellung clever verbindet.
Inspiration statt Wettbewerb
Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich der Valentinstag im österreichischen Bäcker- und Konditorhandwerk interpretiert werden kann: vom einzelnen Herzgebäck bis zum umfassenden Erlebnis. Wichtig ist dabei nicht die Nachahmung, sondern die Inspiration. In der Branche gibt es noch viele weitere liebevoll gestaltete, qualitativ hochwertige Valentinstagsangebote, die den Reichtum des heimischen Handwerks sichtbar machen.
Noch ist Zeit, eigene Ideen zu entwickeln, regionale Rohstoffe einzubinden oder bestehende Klassiker neu zu erzählen. Denn am Ende gilt: Liebe geht durch den Magen – und gutes Handwerk bleibt in Erinnerung.




