
Ein neues Kapitel für das deutsche Konditorenhandwerk
Der Deutsche Konditorenbund (DKB) hat eine neue Präsidentin: Bettina Schliephake-Burchardt wurde am 8. Juli 2025 zur Nachfolgerin von Gerhard Schenk gewählt, der nach 16 Jahren an der Spitze künftig als Hauptgeschäftsführer für den Verband tätig sein wird. Mit der Wahl der Hamburger Konditormeisterin und TV-Jurorin bricht der DKB nicht nur mit einer männerdominierten Tradition – er setzt auch auf Sichtbarkeit, Innovation und handwerkliche Exzellenz.
Bekannt aus Fernsehen und Fachwelt
Bettina Schliephake-Burchardt ist keine Unbekannte: Millionen Zuschauer:innen kennen sie als Jurorin aus den erfolgreichen SAT.1-Formaten „Das große Backen“, „Das große Promibacken“ und aktuell „Das große Backen – Die Profis“. In ihrer Rolle steht sie wöchentlich mit fachlichem Blick und klarem Urteil vor der Kamera – unter anderem auch an der Seite der talentierten österreichischen Teilnehmerin Valentina Otzelberger, die sich gerade in der laufenden Staffel erfolgreich behauptet.
Doch ihre Expertise endet nicht am Studiobackofen: Als Landesinnungsmeisterin der Hamburger Konditoren, Schokoladen-Sommelière, Buchautorin und Geschäftsführerin der Betty’s Sugar Dreams GmbH steht sie seit Jahrzehnten für handwerkliche Perfektion und kreative Weiterentwicklung. Nun übernimmt sie erstmals die Leitung des deutschen Bundesinnungsverbands für das Konditorenhandwerk – und das in einer Zeit, in der sich das Handwerk aktiv neu positionieren muss.
Frischer Wind und klare Worte
„Das Konditorenhandwerk steht für Kreativität, Qualität und echtes Handwerk. Ich freue mich sehr, unsere Branche gemeinsam weiter nach vorne zu bringen“, erklärte Schliephake-Burchardt nach ihrer Wahl. Auch ihr Vorgänger Gerhard Schenk zeigte sich überzeugt: „Mit Bettina gewinnt der Verband eine starke Persönlichkeit, die mit ihrer Erfahrung und Klarheit neue Impulse setzen wird.“
Eine Branche im Wandel
Der Deutsche Konditorenbund vertritt rund 3.458 Fachbetriebe mit knapp 68.000 Beschäftigten und über 3.700 Auszubildenden. Das Handwerk erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro – Tendenz steigend. Besonders bemerkenswert: Der Anteil der Unternehmerinnen liegt bei knapp 45 Prozent – ein Zeichen dafür, dass Frauen im Handwerk längst eine tragende Rolle spielen. Mit der Wahl von Schliephake-Burchardt wird das nun auch auf der obersten Verbandsebene sichtbar.
Ein starkes Team an der Spitze
An ihrer Seite: Vizepräsident Michael Wiecker, Landesinnungsmeister der Konditoren in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit dem Vorstand und Hauptgeschäftsführer Gerhard Schenk will das neue Führungsduo die Interessen des Handwerks auf nationaler und internationaler Ebene stärken – sei es in Fragen der Ausbildung, der politischen Vertretung oder der Branchensichtbarkeit.
Handwerk trifft Medienpräsenz
Mit ihrer Wahl bringt Schliephake-Burchardt nicht nur fachliche Autorität, sondern auch große mediale Reichweite in das Amt. Dass sie beides kann, hat sie längst bewiesen: als Jurorin, Unternehmerin und Repräsentantin eines Handwerks, das zwischen Tradition und Innovation neue Wege geht. Wer sie einmal im Gespräch über Motivtorten, Wettbewerbe oder Ausbildung erlebt hat, spürt schnell: Hier spricht jemand, der mit Herz und Hirn für das Konditorenhandwerk brennt.
Mit Bettina Schliephake-Burchardt an der Spitze des Deutschen Konditorenbundes beginnt eine neue Ära – geprägt von Kompetenz, Medienpräsenz und dem Willen zur Weiterentwicklung. Das Handwerk darf gespannt sein, welche Impulse die neue Präsidentin setzen wird.