Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags hat die AMA-Marketing Ende Februar ein Netzwerktreffen für Frauen in Führungspositionen der Land- und Lebensmittelwirtschaft organisiert. Unter dem Motto „Erfolg isst kein Zufall“ trafen sich am 25. Februar Entscheiderinnen aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Organisationen im PRISMA/SKYFORUM in Wien, um Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen.

Die Veranstaltung wurde von AMA-Marketing gemeinsam mit LK Bäuerinnen Österreich, FemAgrar sowie der Wirtschaftskammer Österreich, Frau in der Wirtschaft organisiert. Ziel war es, die Leistungen von Frauen entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette sichtbar zu machen und ihre Rolle für eine zukunftsorientierte Branche zu stärken.

Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing, betonte die Bedeutung weiblicher Führung in der Branche. Frauen würden entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle spielen – von der landwirtschaftlichen Produktion über Unternehmen bis hin zu Handel und Organisationen. Plattformen für Austausch und Vernetzung seien daher entscheidend, um Kompetenzen sichtbar zu machen und nachhaltige Netzwerke aufzubauen.

Auch Irene Neumann-Hartberger, Bundesbäuerin, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Österreich und Abgeordnete zum Nationalrat, verwies auf die Bedeutung struktureller Verbesserungen für Frauen in der Landwirtschaft. Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 sei ein klarer Auftrag, bestehende Benachteiligungen abzubauen und Leistungen von Frauen stärker sichtbar zu machen.

Ein thematischer Schwerpunkt des Treffens lag auf der Darstellung von Frauen in den Medien. Die Journalistin und Autorin Barbara Haas zeigte auf, dass Frauen in nur rund einem Viertel der medialen Berichterstattung vorkommen und häufig in traditionellen Rollenbildern dargestellt werden. Umso wichtiger sei es, dass Frauen Netzwerke aktiv nutzen und einander unterstützen.

Angeregte Podiumsdiskussion: Karoline Scheucher (Steirerfleisch), Sabine Reisner (Hofer), Johanna Prodinger (NTÖ), Astrid Brunner (LK Bäuerinnen Österreich) (v.l.n.r.), moderiert von Bernadette Jandl (Frau in der Wirtschaft) © AMA-Marketing / Schwarz König

Angeregte Podiumsdiskussion: Karoline Scheucher (Steirerfleisch), Sabine Reisner (Hofer), Johanna Prodinger (NTÖ), Astrid Brunner (LK Bäuerinnen Österreich) (v.l.n.r.), moderiert von Bernadette Jandl (Frau in der Wirtschaft) © AMA-Marketing / Schwarz König

In einer Podiumsdiskussion berichteten mehrere Führungspersönlichkeiten aus der Branche über ihre Erfahrungen. Astrid Brunner von LK Bäuerinnen Österreich verwies darauf, dass bereits 36 Prozent der rund 132.000 Bäuerinnen in Österreich Betriebe führen. Karoline Scheucher, Geschäftsführerin von Steirerfleisch, sowie Johanna Prodinger von der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich betonten, wie wichtig klare Positionierung und strategische Allianzen in einem oft männlich geprägten Umfeld seien. Auch Sabine Reisner, Leiterin Fleischeinkauf bei HOFER, hob die Bedeutung von Mut, Chancenbewusstsein und gezieltem Netzwerken hervor.

Weitere Impulse kamen aus Wirtschaft und Praxis. Manuela Lindlbauer, Gründerin der Lindlpower Group, rief Frauen dazu auf, ihre Kompetenzen selbstbewusst zu kommunizieren und aktiv Netzwerke aufzubauen. Persönliche Karriereeinblicke lieferten unter anderem Selma Illitz von AGRANA Sales & Marketing, Natalie Harsdorf von der Bundeswettbewerbsbehörde, Direktvermarkterin Lisa Zanker sowie Julia Zotter von Zotter Schokolade.

Zum Abschluss betonte Journalistin und Coach Sabine Kronberger, dass Sichtbarkeit eine zentrale Voraussetzung für Einfluss und Gestaltungskraft sei. Mut bedeute dabei nicht, frei von Unsicherheit zu sein, sondern trotz Unsicherheit zu handeln.

Das Netzwerktreffen machte deutlich, wie wichtig weibliche Führung für die Zukunft der Land- und Lebensmittelwirtschaft ist. Vielfalt in Perspektiven, Kooperation und gegenseitige Unterstützung gelten zunehmend als entscheidende Faktoren für eine resiliente und innovative Branche.