Kaffeehauskultur trifft Obsthandwerk

Am 12. November feierte das Café Landtmann den Tag des Apfels mit einer großen Strudelverkostung. Dabei wurde gezeigt, wie viel Handwerk, Geschichte und regionale Qualität in einem Stück Apfelstrudel stecken. Fünf Apfelsorten aus der Steiermark – Elstar, Topaz, Evelina, Kanzi und Jonagold – wurden live zu klassischem Wiener Apfelstrudel verarbeitet.

Mitveranstalter:innen waren Stefan Schindler (Tourismusverband Oststeiermark), Marion Wiesler (Steirische Apfelstraße), Veronika Schmid (frisch-saftig-steirisch), Apfelbäuerin Maria Binder und Meisterkonditorin Viola Plundrak, Leiterin der Landtmann’s Original Manufaktur.

Konditorin Viola Plundrak überzeugte die Apfel-Sorte Kanzi: „Leicht säuerlich, aromatisch frisch und mit einer Struktur, die perfekt mit dem Strudelteig harmoniert.“ © Beigestellt

Konditorin Viola Plundrak überzeugte die Apfel-Sorte Kanzi: „Leicht säuerlich, aromatisch frisch und mit einer Struktur, die perfekt mit dem Strudelteig harmoniert.“ © Beigestellt

Süßes Symbol für Regionalität

Jedes Jahr werden in Österreich rund 200.000 Tonnen Äpfel geerntet – etwa drei Viertel davon in der Steiermark. Allein in dieser Region wachsen rund fünf Millionen Apfelbäume, ein Viertel davon in Bioqualität. „Unser Apfelstrudel ist ein Stück gelebte Wiener Kultur, bringt Handwerk und Genuss zusammen und zeigt, wie vielfältig Österreichs Küche ist“, erklärt Berndt Querfeld, Geschäftsführer des Café Landtmann. „Mit der Strudelverkostung aus der neuen Apfelernte wollten wir zeigen, was passiert, wenn Wiener Kaffeekultur auf steirische Leidenschaft trifft.“

Fünf Apfel-Sorten, fünf Geschmäcker: Apfelstrudel-Verkostung im Café Landtmann. © Stefan Joham

Fünf Apfel-Sorten, fünf Geschmäcker: Apfelstrudel-Verkostung im Café Landtmann. © Stefan Joham

Fünf Sorten, fünf Geschmäcker

Die unterschiedlichen Apfelsorten zeigten, wie viel handwerkliches Können und Fingerspitzengefühl in der Mehlspeise stecken. „Jede Sorte verhält sich anders – das macht den Strudel jedes Mal einzigartig“, sagt Viola Plundrak. Besonders überzeugt habe sie die Sorte Kanzi: „Leicht säuerlich, aromatisch frisch und mit einer Struktur, die perfekt mit dem Strudelteig harmoniert.“

Apfelgenuss mit Geschichte

Die Wurzeln des Apfelstrudels reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück: Über Ungarn gelangte die Idee von mit Nüssen und Honig gefüllten Teigschichten – ähnlich der Baklava – in die Wiener Küche. Dort wurde sie mit Äpfeln, Rosinen, Zimt und Zucker weiterentwickelt. Seit dem 18. Jahrhundert gilt der Apfelstrudel als Nationalspeise und fixer Bestandteil der Wiener Kaffeehauskultur.

In der Landtmann’s Original Manufaktur entstehen jährlich rund 125.000 Apfelstrudel – aus etwa 25 Tonnen steirischer Äpfel. „Damit könnten wir die Wiener Ringstraße anderthalbmal umrunden“, schmunzelt Querfeld.

Ein Stück Österreich zum Verkosten

„Die Steiermark hat als größtes Apfelanbaugebiet Österreichs viel zu bieten – und nirgendwo sonst wird der Apfel so liebevoll verarbeitet wie hierzulande“, betont Marion Wiesler von der Steirischen Apfelstraße. Das Café Landtmann beweist mit seiner Strudeltradition, wie eng regionale Produkte, Handwerk und Wiener Genusskultur miteinander verbunden sind. Wer Lust bekommen hat: Der berühmte Apfelstrudel aus der Landtmann’s Original Manufaktur kann täglich frisch im Café Landtmann genossen werden.

👉 www.landtmann.at/de/cafe-landtmann.html