Vom Wiener Zuckerbäcker zum Kultprodukt
Als der Wiener Zuckerbäcker Walter Niemetz 1926 gemeinsam mit seiner Frau Johanna und einem schwedischen Freund ein neues Schaumgebäck entwickelte, ahnte wohl niemand, dass daraus eine der bekanntesten Süßwarenmarken Österreichs entstehen würde. Knuspriger Waffelboden, luftiger Schaum und eine knackige Schokoglasur machten die Schwedenbomben rasch beliebt – und über Jahrzehnte hinweg zu einem Fixpunkt in den heimischen Süßwarenregalen.
Rückhalt aus der Bevölkerung
Dass die Schwedenbomben längst mehr sind als nur eine Süßigkeit, zeigte sich besonders 2013. Nach der damaligen Insolvenz des Unternehmens sorgte eine Welle der Solidarität für Aufmerksamkeit: Fans kauften innerhalb kürzester Zeit die Bestände im Handel leer und setzten damit ein starkes Zeichen für den Fortbestand der Marke. Im selben Jahr wurde Niemetz von Heidi Chocolat übernommen, seit 2016 erfolgt die Produktion wieder in Wr. Neudorf – teilweise bis heute in Handarbeit.

Innovationen aus Tradition
Auch im Jubiläumsjahr setzt Niemetz auf Weiterentwicklung. In den vergangenen Jahren kamen neue Varianten auf den Markt, darunter weiße Schwedenbomben mit Kokosnote, eine Kokos-Tafel aus dunkler Schokolade sowie die neuen Schwedenbomben-Stangerl, angelehnt an klassische Markenformate aus dem Hause Niemetz. Zum 100. Geburtstag ergänzt eine limitierte Jubiläumsedition in goldenem Design das Sortiment.

Neuer Geschäftsführer im Jubiläumsjahr
Mit Jahresbeginn 2026 hat Alexander Grund die Geschäftsführung übernommen. Der bisherige Leiter für Einkauf und Logistik steht nun an der Spitze des Unternehmens. Sein Anspruch: Bewährte Konditorqualität sichern und gleichzeitig Raum für neue Ideen schaffen. Im Jubiläumsjahr wolle man sich vor allem auch bei den treuen Kundinnen und Kunden bedanken, betont Grund.
Mythen, Zahlen und eine „Wall of Schaum“
Hundert Jahre Markengeschichte bringen auch zahlreiche Geschichten und Legenden mit sich. Diese sollen nun gesammelt und auf einer eigenen „Wall of Schaum“ verewigt werden. Ergänzend dazu nennt das Unternehmen einige Zahlen, die den Stellenwert der Schwedenbomben unterstreichen: Täglich werden mehrere hunderttausend Stück produziert, tausende Besucherinnen und Besucher nehmen jährlich an Workshops in Wr. Neudorf teil, und das händische Verpacken gehört weiterhin zum Produktionsalltag.
Weitere Informationen unter www.niemetz.at




